Sommerferienprogramm Freizeitorchester - Teil 2
Wer weiß denn schon, dass es in Wüstenrot ein Bausparmuseum gibt? Die Akkordeonspieler des Freizeitorchesters mit Anhang konnten in diesen alten Gemäuern eine interessante Führung erleben.
Im Wohnhaus des Bausparkassenerfinders Kropp, in dessen Wohnzimmer im Jahre 1924 der einzige Geschäftsraum der ersten deutschen Bausparkasse war, wurde damals am großen Tisch in der Mitte gearbeitet und zu Mittag gegessen. Heute stehen darauf noch die Original-Schreibmaschinen samt Utensilien. An den Wänden hängen historische Email- und Blechschilder diverser Bausparkassen. Die dreidimensionalen Modellhäuschen waren damals eine gelungene Werbeidee mit Patent. Die Urkunde des allerersten Bausparvertrages, sowie viele historische Schätze aller Art, sind in kleinen Räumen auf zwei Stockwerken zu bestaunen. Erschlagen von den vielen Informationen der redefreudigen Museumsführerin erholten wir uns anschließend in einem Biergarten in Hößlinsülz.
Eine Woche später stand nochmals Kultur im Ferienprogramm des Freizeitorchesters.
Die Burg Lichtenberg steht auf dem gleichnamigen Berg auf 373 m Höhe. Die Anlage wurde nie zerstört oder erobert und gehört zu den ältesten und besterhaltenen Stauferburgen Deutschlands. Seit 1407 befindet sie sich in Privatbesitz der Adelsfamilie von Weiler, welche als erste Familie ihr Wappen ins Wappenbuch eintragen ließ. Der frühere Pferdestall und Wagenunterstand ist heute ein Festsaal, welcher für Veranstaltungen geöffnet wird. Auch die Übernachtungsmöglichkeiten in stilvoll eingerichteten Zimmern durften wir besichtigen. Schließlich bestieg die Gruppe den 30 m hohen Bergfried, welcher im Mittelalter als Wohn- und Wehrturm genutzt wurde. Darunter war der Kerker und heute noch sieht man die hölzernen Schutzvorrichtungen. Herr Widmann, unser vielwissender Burgführer, erzählte uns viele historische Geschichten und humorvolle Anekdoten rund um die sehenswerte Burg Lichtenberg und nach ca. 2 Stunden ließen wir den Abend in einem gemütlichen Biergarten in Kleinaspach ausklingen.
Bericht: Karin Groß
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