Harmonikaverein lernt Nachwuchs an

Musikpatenschaft zwischen Schule und Verein wird mit Urkunde besiegelt

 

(fu) -Mit mehreren Highlights überraschte der Harmonikaverein Großbottwar am Samstagabend im Bürgerhaus die zahlreichen Besucher: neben einem glanzvollen Konzert wurde mit einer Urkundenverleihung die Musikpatenschaft zwischen der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Großbottwar sowie dem HVG besiegelt.

 

Eine weitere überraschung: Die für Harmonikamusik von Adolf Götz umgeschriebene Ouvertüre des Friedrich Smetana "Die verkaufte Braut" wurde uraufgeführt.

 

Schon im zweiten Jahr werden an der Großbottwarer Schule in einer Arbeitsgemeinschaft 18 Buben und Mädchen an das Harmonikaspiel herangeführt. Davon profitieren Schule, Schüler, Eltern und der Verein. Das lässt sich der Verein auch etwas kosten: es wurden 50 Harmonikas gekauft. Seit dem laufenden Schuljahr befinden sich zudem aus der Oberstenfelder Grund- und Hauptschule 32 Schülerinnen und Schüler in der Obhut des HVG und werden von erfahrenen Mitgliedern nachmittags kostenlos - auch in den Teilgemeinden Gronau und Prevorst - geschult.

 

Als erstem Verein im Bezirk Stuttgart-Ludwigsburg des Deutschen Harmonika-Verbandes (DHV), überreichte DHV-Bezirksvorsitzender Heinz Baitinger (Waiblingen) dem Großbottwarer Schulleiter Rektor Johannes Fezer und dem HVG-Vereinsvorsitzenden Siegfried Groß je eine von Kultusministerin Annette Schavan und dem DHV-Präsidenten Ernst Pfister unterzeichnete Urkunde, die die Musikpatenschaft zwischen Schule und Verein besiegelt.

 

Was sich aus einer solchen Musikpatenschaft entwickeln kann, das zeigte dann das Konzert der vier Orchester des HVG, das die "HVG- Youngsters" eröffneten. Sie sind nicht etwa die Jüngsten im Verein, sondern die besten Jungen im 1. HVG-Orchester. So konnte das Publikum neben einem Stück von Beckerath auch einem Rondo von Franz Reinl nach einer badisch-pfälzischen Volksweise mit altbekannten Melodien lauschen. Im rund 20-köpfigen Schülerorchester präsentierte sich unter Leitung von Karin Groß der viel versprechende HVG-Nachwuchs. Oleg Grötzinger bewies zudem mit den über 20 Mitwirkenden im Jugendorchester, dass auch Klassiker wie Händels "Adagio" oder Brahms "Ungarischer Tanz Nr.6" ausgezeichnet mit der Harmonika zu spielen sind.

 

Konzertante Musik brachte dann Dirigent Günther Stoll mit dem 1. HVG-Orchester. Drei Impressionen von Paul Kühmstedt widmete sich dann Musikprofi Adolf Götz. Zu hören waren "Zirkus, Zirkus" und schießlich die Ouvertüre zu "Die verkaufte Braut".

 

Die über 30 Musiker des Orchesters empfanden es als eine Ehre, als Erste das neueste Werk des studierten Musikers der öffentlichkeit vorzustellen.

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Veröffentlichung

Mo, 25. April 2005

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