HVG Konzert mit Klasse!
Mit einem herausragenden Konzert präsentierte sich der HVG am Samstag, 23.4., im Bürgerhaus in Oberstenfeld. Nicht nur die große Anzahl der Spieler sondern auch die dargebotene Leistung begeisterte wieder einmal die zahlreich erschienenen Gäste.
Zu Beginn der Veranstaltung überreichte der Bezirksvorsitzende des Deutschen Harmonika Verbandes Bezirk Stuttgart-Ludwigsburg Heinz Beitinger dem 1. Vorsitzenden des HVG Siegfried Groß und dem Rektor der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Großbottwar Johannes Fezer eine Patenschaftsurkunde. Mit der von der Kulturministerin Annette Schavan und dem DHV Präsidenten Ernst Pfister unterzeichneten Urkunde wurde das Engagement des HVG und der Grund- und Hauptschule Großbottwar im Rahmen der seit Mai 2004 bestehenden Kooperation Schule und Verein ausgezeichnet. Der HVG ist der erste Akkordeonverein im Bezirk Stuttgart-Ludwigsburg, dem diese Urkunde verliehen wurde.
Stolz über diese Anerkennung zeigten dann die Spieler des HVG, wie abwechslungsreich man mit dem oft als "Quetschkommode" abgetanen Instrument musizieren kann.
Die HVG-Youngsters eröffneten den Abend musikalisch mit einer "Kleine Partita über eine Air im alten Stil" von Alfred von Beckerath. Mit dem technisch anspruchsvollen Stück in sechs Sätzen zeigten die aus sieben Spielern bestehenden "Youngsters" gleich zu Beginn "Akkordeon hat nicht immer etwas mit Volksmusik zu tun, kann aber..." denn mit dem anschließenden "Rondo" von Franz Reinl spielten die "Youngsters" eine konzertante badisch-pfälzische Volksweise.
Nach lang anhaltendem Applaus für die "Youngsters" erklangen 12 schaurige Glockenschläge durch den Saal. Das Schülerorchester unter der Leitung von Karin Groß hatte auf der Bühne Platz genommen und führte das Publikum "Im alten Schloss" umher. Bei der danach gespielten "Kleine Konzert- Suite" war den Spielern des Schülerorchesters die Spielfreude anzumerken und sowohl Dirigentin als auch die Eltern konnten stolz auf die klasse Leistung der Spieler sein.
Nachdem die HVG-Youngsters und das Schülerorchester Literatur für Akkordeonorchester vorgetragen hatten, übernahm das Jugendorchester die klassischen Komponisten. Oleg Grötzinger hatte mit seinem Orchester ein "Adagio" von Georg Friedrich Händel und den "Ungarischer Tanz Nr. 6" von Johannes Brahms einstudiert. Da sich das Jugendorchester an einem Probewochenende im April intensiv auf diesen Abend vorbereitet hatte, durfte das Publikum zwei hervorragend dargebotene Stücke genießen.
Günter Stoll, der den Abend mit erläuternden Erklärungen zu den vorgetragenen Stücken moderierte, betrat nun als Dirigent die Bühne. Das 1. Orchester des HVG hatte Platz genommen und begann mit den für Akkordeonorchester geschriebenen "Drei Impressionen" von Paul Kühmstedt.
Unter den Augen des anwesenden Komponisten Adolf Götz ließ das Orchester den "Zirkus, Zirkus" in das Bürgerhaus einmarschieren. "Manege frei" hieß es für einen verliebten Clown, fliegende Menschen im Trapez, Gaukler und Jongleure. Da war sogar der kritischste aller Zuhörer, der Komponist, begeistert. Er betrat spontan die Bühne und bedankte sich bei Dirigent und Orchester für die tolle Leistung. Doch damit noch nicht genug. In Erstaufführung durfte das 1. Orchester das neueste Arrangement von Adolf Götz, die Ouvertüre zu "Die verkaufte Braut" von Friedrich Smetana, vorstellen. Angespornt von dieser Ehre hatte sich das Orchester auf dieses anspruchsvolle Stück besonders intensiv vorbereitet. Und auch hier begeisterte das Orchester den Komponisten und das Publikum.
Im Anschluss.an das gelungene Konzert ließen Spieler und Gäste den Abend noch gemütlich im Bürgerhaus ausklingen.
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