Musikpatenschaft feierlich mit Urkunde besiegelt

Schule und Harmonikaverein arbeiten erfolgreich zusammen -Vielseitiges Konzert

 

Oberstenfeld -Beim Konzert des Harmonikavereins Großbottwar (HVG) im Bürgerhaus am Wochenende war es soweit: Mit der Verleihung einer Urkunde wurde die seit zwei Jahren bestehende Musikpatenschaft zwischen dem HVG und der Großbottwarer Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule besiegelt.

 

Nachwuchsprobleme kennt der Harmonikaverein Großbottwar nicht: In dessen vier Orchestern spielen Jugendliche ganz vorne mit. Das Konzert am Samstag im Bürgerhaus zeigte das nicht nur musikalisch, sondern mit der Verleihung einer Urkunde zur Musikpatenschaft zwischen Schule und Verein auch in gesellschaftlicher und erzieherischer Weise. Als erstem Verein im Deutschen Harmonika Verband (DHV) Bezirk Stuttgart-Ludwigsburg überreichte der DHV-Bezirksvorsitzende Heinz Baitinger die von Kultusministerin Annette Schavan und dem Verbandspräsidenten Ernst Pfister unterzeichnete Patenschaftsurkunde jeweils an den Rektor der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Großbottwar, Johannes Fezer, und den HVG-Vorsitzenden Siegfried Groß. An dieser Schule wurden im vergangenen Schuljahr 18 Schüler in einer AG mit den Instrumenten vertraut gemacht.

 

Auch in Oberstenfeld haben 32 Schüler in diesem Schuljahr das Angebot des HVG angenommen und werden sowohl in Oberstenfeld als auch in Prevorst und Gronau von erfahrenen Mitgliedern des HVG kosten1os unterrichtet. Die Kooperation hat für den Verein seinen Preis: 50 Harmonikas mussten in jüngster Zeit beschafft werden.

 

Der Konzertabend mit anspruchsvoller Musik der vier Harmonika-Orchester zeigte dem Publikum dass der Verein auf dem richtigen Weg ist und Jugendlichen ein vielseitiges Betätigungsfeld bietet. Deshalb würdigten Bezirksvorsitzender Heinz Baitinger, Schulleiter Johannes Fezer und Vereinsvorsitzender Siegfried Groß die musikalische Erziehung.

 

Was daraus entstehen kann, zeigte das Konzert, das von den "HVG- Youngsters" eröffnet wurde. Das waren nicht die Jüngsten des Vereins, sondern jüngere Musiker aus dem Ersten HVG Orchester. Im rund 20-köpfigen Schülerorchester präsentierte sich dann der HVG-Nachwuchs und zeigte mit zwei Stücken, darunter die "Kleine Konzert-Suite" des Akkordeon-Altmeisters Heinz Waldvogel, dass Harmonikaspielen Freude macht und dass sie von Dirigentin Karin Groß gut auf ein Aufrücken in das Jugendorchester vorbereitet werden. Oleg Grötzinger bot mit seinen mehr als zwanzig Spielern des Jugendorchesters Musik von Georg Friedrich Händel mit einem „Adagio" und dem "Ungarischen Tanz Nr. 6" von 'Brahms und führte auf diese Weise dem Publikum vor, dass auch klassische Konzertmusik als Harmonikamusik gut klingt. Nach "Drei Impressionen" - von Paul Kühmstedt widmete sich dann das Erste HVG Orchester mit seinem Leiter Günther Stoll dem anwesenden 67-jährigen Komponisten und ausgebildetem Tonkünstler Adolf Götz, mit dem der HVG schon viele Jahre in Freundschaft verbunden ist. Die Spieler sahen es als Ehre an, für Adolf Götz dessen für Harmonikaorchester umgeschriebene Ouvertüre „Die verkaufte Braut“ von Smetana vorzustellen.

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Mi, 27. April 2005

Bild zur Meldung

Weitere Meldungen