HVG Großbottwar spielt in Oberstenfeld von Adotf Götz umgeschriebenes Musikstück – Patenschaft besiegelt

Premiere für die neue Harmonika-Ouvertüre

Von Werner Fuchs

 

Der Harmonikaverein Großbottwar (HVG) hat im Oberstenfelder Bürgerhaus die zahlreichen Besucher überrascht: Zum einen wurde die Musikpatenschaft zwischen der Grund- und Hauptschule Großbottwar und dem HVG besiegelt. Zum anderen führten die Musiker die von Adolf Götz umgeschriebene Ouvertüre aus "Die verkaufte Braut" zum ersten Mal auf.

 

Schon im zweiten Schuljahr werden an der Großbottwarer Schule nachmittags in einer Arbeitsgemeinschaft 18 Buben und Mädchen in das Harmonikaspielen eingeführt Davon profitieren Schule, Schüler, Eltern und Verein. Der HVG mußte seine Vereinskasse völlig leeren und 50 Akkordeon kaufen. Seit dem laufenden Schuljahr befinden sich aus der Oberstenfelder Grund- und Hauptschule weitere 32 Schülerinnen und Schüler in der Obhut des HVG und werden von erfahrenen Mitgliedern des HVG nachmittags und kostenlos auch in den Teilgemeinden Gronau und Prevorst geschult.

 

Als erstem Verein im Bezirk Stuttgart-Ludwigsburg des Deutschen Harmonika-Verbandes (DHV) überreichte DHV-Bezirksvorsitzender Heinz Baitinger (Waiblingen) dem Schulleiter Johannes Fezer und dem Vereinsvorsitzenden Siegfried Groß eine von der Kultusministerin Annette Schavan und dem DHV-Präsidenten Ernst Pfister (Wirtschaftsminister des Landes) unterzeichnete Urkunde, die die Musikpatenschaft besiegelt.

 

Was aus einer solchen Musikpatenschaft entstehen kann, das zeigte das hervorragende Konzert der vier Orchester des HVG, das die "HVG-Youngsters" eröffneten. Dem Publikum gefiel neben einem Stück von Beckerath auch ein Rondo von Franz Reinl nach einer badisch-pfälzischen Volksweise mit vielen altbekannten Melodien.

 

Im rund 20-köpfigen Schülerorchester präsentierte sich unter Leitung von Karin Groß der vielversprechende HVG Nachwuchs. Oleg Grötzinger bewies mit den über 20 Mitwirkenden im Jugendorchester, dass auch Klassiker wie Händels "Adagio" oder Brahms "Ungarischer Tanz Nr.6" ausgezeichnet mit der Harmonika zu spielen sind. Konzertante Musik brachte Dirigent Günther Stoll mit seinem ersten HVG-Orchester. Musikprofi Adolf Götz erlebte seine Komposition "Zirkus, Zirkus" und die von ihm umgeschriebene Ouvertüre aus "Die verkaufte Braut". Die über 30 Spielerinnen und Spieler des Orchesters empfanden es als eine Ehre, als erste das neueste Werk des studierten Musikers der öffentlichkeit vorzustellen. Dass Götz die Uraufführung dem HVG anvertraute, ist nicht nur auf dessen lange Freundschaft zum HVG zurückzuführen, sondern liegt auch am vorzüglichen Können der Harmonikaspieler

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Veröffentlichung

Di, 26. April 2005

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