Begeistertes Publikum fordert eine Wiederholung

Hervorragende Leistungen beim Harmonika- Konzert in der Stadthalle – alle Altersklassen machen mit

 

(fu) - Aus dem ganzen Bottwartal und der weiteren Umgebung waren sie gekommen, die rund 400 Besucher, die im Saal der Stadthalle das imposante Harmonika-Konzert "Musik ist Trumpf" miterlebten, das unter diesem Motto schon zum 15. Mal stattgefunden hat.

 

Rund 100 Spielerinnen und Spieler in den fünf Vereinsorchestern und einer Nachwuchsgruppe boten mit einem glanzvollen und abwechslungsreichen Programm einen Unterhaltungsabend erster Klasse.

 

Großbottwar mit seinem Harmonikaverein (HVG) gilt ohnehin als Hochburg des Harmonikaspielens im Bottwartal; zudem beherbergt es mit dem HVG einen der besten Vereine im Bezirk Stuttgart-Ludwigsburg. Der Verein befindet sich auf gutem Weg, im nächsten Monat sein 75-jähriges Bestehen mit einem Festakt glanzvoll zu feiern - der Samstagabend war jedenfalls ein guter Auftakt dazu.

 

Mit Hexe und Gespenst

Eröffnet hatten die HVG- Youngsters nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Siegfried Groß den bunten musikalischen Reigen mit "kalifornischen Träumen". Dass die Youngsters würdig sind, in den Reihen der ersten Orchester mitzuspielen, zeigten sie mit ihren Stücken, unter anderem "Killing me softly". Die 25 Spieler im Alter von zehn bis zwölf Jahren in dem Orchester "Akkordeon-Racker" bewiesen unter Leitung von Susanne Winkler, dass das gemeinsame Musizieren mit der Musik-AG der Grund- und Hauptschule erfolgreich ist. Verein und Schule arbeiten schon seit zwei Jahren zusammen.

 

Sie spielten die Stücke "Kater Benjamin" und "Das muntere Mäuslein" fehlerfrei. "Vier verzauberte Stücke" von Karin Groß geleitet, wurden von dem 23 Mitglieder zählenden Schülerorchester schwungvoll aufgeführt, so dass auch eine kostümierte leibhaftige Hexe und ein in weiß gekleidetes Gespenst auf der Tribüne hüpften.

 

Der "Simple Song" von dem unter Harmonikafreunden bekannten Hans Günther Kölz entpuppte sich als recht schwieriges Stück, das vom Jugendorchester unter Leitung von Oleg Grötzinger bravourös gemeistert wurde. Grötzinger leitete auch das beim Publikum beliebte Freizeitorchester mit seinen Senioren unter den 13 Spielern. Dabei war auch eine diatonische "Handorgel" zu hören, mit welcher der HVG vor 75 Jahren angefangen hatte und die heutzutage von den Akkordeons restlos verdrängt worden sind. Harald Rausch, einst selbst Orchesterleiter des HVG, hatte für den Musikvortrag "Best of Carpenters" bearbeitet und spielte auf dem Keyboard in der Gruppe mit. Auch "The Freilach Dance" gefiel dem Publikum, wie dem Beifall zu entnehmen war.

 

Höhepunkt des Abends dann nach einer Pause das 1. HVG-Orchester mit Günther Stoll am Dirigentenpult, der auch den ganzen Abend über unterhaltend moderierte.

 

Bei Abba tobt das Publikum

Als Einstimmung des über 30 Mitglieder zählenden Orchesters, verstärkt mit Gitarre, Klavier und zwei guten Schlagzeugern, war zunächst im südamerikanischen Rhythmus "Sambanera" zu hören, dem anschließend der klassische und konzertante "Kaiserwalzer" des Walzerkönigs Johann Strauß folgte. "Tango pour Claude", von HVG-Mann Oleg Grötzinger in die Orchesterfassung gesetzt, und "The Lord of the Dance", einem Medley mit tollen Schlagzeugeinlagen, führten zum Höhepunkt des Konzertabends hin: zu dem Medley "Best of Abba".

 

Tobender Beifall und Pfiffe forderten eine Zugabe. Die Musiker konnten diese Bitte natürlich nicht abschlagen und wiederholten Teile des Schlusses. Musik war am Samstagabend wirklich Trumpf im vollbesetzten Saal der Stadthalle

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Veröffentlichung

Di, 20. Dezember 2005

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