Musikalische Qualität wird stets gesteigert

Gala zu 75 Jahre Harmonikaorchester in Großbottwar

 

Von Werner Fuchs

 

Mit einer Gala feierten die Mitglieder des Harmonikavereins Großbottwar (HVG) zusammen mit vielen Gästen das 75-jährige Bestehen des Vereins. Dabei wurde vor allem die erfolgreiche Jugendarbeit gelobt.

 

Dass der HVG nicht nur eine Hochburg der Harmonikamusik im Bottwartal ist, sondern auch im Harmonikabezirk Stuttgart-Ludwigsburg und darüber hinaus im Land Vorbildliches leistet, dokumentierte die Gästeliste, darunter viele Politiker, Ernst Pfister, FDP-Wirtschaftsminister im Land und Präsident des Deutschen Harmonikaverbandes (DHV), Fritz Dobler, DHV-Bundesdirigent und Komponist aus Singen.

 

Mit „Trumpet Voluntary“ von Jeremiah Clarke eröffnete das erste HVG-Orchester unter Leitung von Günther Stoll den Festakt. Vereinschef Siegfried Groß ging in seiner Begrüßung auf die musikalische Entwicklung des HVG in 75 Jahren vom Ziehharmonikaclub mit seinen jetzt fünf Orchestern zu einem der großen Akkordeonvereine ein. "Hervorragenden Kräften als Dirigenten und Ausbildern ist es gelungen, die musikalische Qualität ständig und anhaltend zu steigern ", so Groß.

 

Bürgermeister Rainer Gerhäusser lobte die große Jugendarbeit im Verein, der ein stolzer Verein und großer Repräsentant der Stadt sei und auch eine Heimat für ältere Spieler und Spielerinnen im "Freizeitorchester" biete. Der Ludwigsburger Landrat Dr. Rainer Haas, selbst Akkordeonist, lobte ebenso die Arbeit des HVG mit seiner musikalischen Früherziehung und dem Musikgarten, wo schon eineinhalbjährige Kinder mit der Harmonikamusjk vertraut gemacht werden.

 

Auch Verbandspräsident Ernst Pfister würdigte ausführlich die beim HVG geleistete Jugend- und Orchesterarbeit und übergab als Jubiläumsgeschenk eine moderne Statue. Dann zeichnete Pfister mit Verbandsehrennadeln und Urkunden aus: Karin Groß für zehnjährige Dirigententätigkeit, Heidrun Rosenberger für fünfjährige Jugendleitertätigkeit, Fabian Jung und Ulrike Wolf für 15-jährige und Siegfried Groß und Harald Rausch für 40-jährige Musikausübung. Eine Urkunde erhielt der Oberstenfelder Schulleiter Heiner Stumpp für die Schule-Verein-Kooperation, in der Schüler in der Schul-AG Musikunterricht von Karin Groß erhalten. Stumpp lobte dabei die gute erzieherische und musikalische Arbeit durch den Verein. 75 Jahre Vereinsgeschichte zeigten in historischen Bildern und mit Worten Bernd Schäfer, Simone Schwarz und Wolfgang Matt.

 

Zuvor hatte das erste Orchester als musikalische Glanznummer den Kaiserwalzer von Johann Strauß dargeboten. Zu den Musikstücken gehörte auch „Misteriosa Venezia“. Ausgezeichnete Soli boten Dirigent Oleg Grötzinger und der 18-jährige Michael Groß mit einer südamerikanischen Tanzmusik.

 

Mein anschließenden Gala-Büffet saßen Orchester- und Vereinsmitglieder mit den Gästen bei unterhaltsamen Gesprächen noch lange zusammen.

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Veröffentlichung

Di, 31. Januar 2006

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