Die ganze Bandbreite der Harmonikamusik

"Musik ist Trumpf": Orchester des HVG setzen das Motto ihres Konzertes gekonnt um - Erfolgreiche Kooperationen

 

Oberstenfeld

 

"Musik ist Trumpf" hieß es am Samstagabend im Oberstenfelder Bürgerhaus. Das Konzert des Harmonika-Vereins Großbottwar/Oberstenfeld (HVG) lockte zahlreiche Zuhörer an.

 

Von Werner Fuchs

 

Vereinsvorsitzender Siegfried Groß freute sich über die vielen Gäste und überreichte mit Stolz an Rektorin Renate Väth von der Kleinbottwarer "Schule an der Bottwar" die Urkunde des Kultusministeriums Baden- Württtemberg über die zustande gekommene Kooperation Schule-Harmonikaverein. Seit über einem Jahr können nun auch Schüler aus Kleinbottwar in ihrer schUle das Harmonikaspielen erlernen. Dafür dankte der Vorsitzende seinen Dirigenten Karin Groß, Susanne winkler und Euugen Sokolkov, die für die Ausbildung der Schüler zuständig sind.

 

Und dass die etwa 20 jungen Anfänger schon gemeinsam in einem Orchester spielen könnnen, bewiesen sie mit ihren dem Hamster, dem Schweinchen und der Katze gewidmeten Melodien, von ihrer Lehrmeisterin Susanne Winkler sicher geführt. Zuvor hatte das Jugendorchester unter seinem Dirigenten Eugen Sokolkov bekannte Melodien gespielt.

 

Rund 20 fortgeschrittene Kinder, die zur "Tastenbande" gehören, spielten unter Leitung von Susanne Winkler mit "Red Roses for a blue Lady" Bert Kaempferts berühmten Sound nach und rissen mit "Voll cool" das Publikum hin.

 

Das Schülerorchester mit Karin Groß als Dirigentin zeigte mit vier Sätzen eines Arrangements von Hans-Günther Kölz gutes Können und die fünf "HVG Youngsters" bewiesen auch ohne Dirigenten ein hervorragendes Zusammenspiel. Dass die zum "Freizeitorchester" zählenden Mitglieder, obwohl teilweise schon im Rentenalter, noch lange nicht zum alten Eisen zählen, stellten sie mit bekannten Liedern der "Comedian Harmonists" unter Beweis.

 

Nach einer Pause folgte mit dem 1. Orchester der Höhepunkt des Abends. Das Ensemble war mit Kesselpauke, Schlagzeug, einem E-Piano, einer Gitarre und Percussion verstärkt und wurde von Günther Stoll gefühlvoll geleitet. Schwungvoll wurde mit der "Samba de los Fingeros" begonnen, fetzig und von den Zuhörern klatschend begleitet ein "Back to the Sixties". Dann folgten Filmmelodien aus dem Reißer "Fluch der Karibik". Das Jazz-Stück "New York Tango" ließ die Zuhörer eine rasante Taxifahrt durch das brodelnde New York erahnen. Dank überwältigender Melodien von Udo JÜrgens und bei "Aber bitte mit Sahne" war wieder das Publikum gefordert.

 

Frenetischer Beifall zum Scluss, als sich sämtliche Mitwirkende um ihren musikalischen Leiter Günther Stoll scharten. Zum 18. Mal hat er mit "Musik ist Trumpf" das Können der sechs Harmonikaorchester einer breiten Öffentlichkeit erfolgreich präsentiert.

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Veröffentlichung

Mo, 22. Dezember 2008

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