Kooperation mit der Schule zahlt sich aus
Musiker des Harmonikavereins zeigen im Bürgerhaus die ganze Bandbreite ihres Könnens
Von Werner Fuchs
Oberstenfeld. Im Bürgerhaus hieß es "Musik ist Trumpf". Viele Zuhörer hörten das Konzert der Harmonikaspieler, die erstmals unter dem neuen Namen Harmonikaverein Großbottwar-Oberstenfeld auftraten. Der Vereinsvorsitzende Siegfried Groß freute sich über eine weitere Kooperation mit einer Schule. Nach Oberstenfeld erlernen seit über einem Jahr auch Schüler aus Kleinbottwar das Instrument.
Dafür lobte der Vereinsvorsitzende die Dirigenten Karin Groß, Susanne Winkler und Eugen Sokolkov, welche die Schüler ausbilden. Dass rund 20 junge Anfänger schon gemeinsam in einem Orchester spielen können, bewiesen sie mit ihren dem Hamster, dem Schweinchen und der Katze gewidmeten Melodien - von ihrer Lehrmeisterin Susanne Winkler sicher geführt.
Welthits Zuvor hatte das Jugendorchester unter Eugen Sokolkov mit bekannten Melodien aufgespielt, welche Sonnyboy Frank Sinatra vor Jahrzehnten mit seinen Liedern zu Welthits gemacht hat. Rund 20 fortgeschrittene Kinder, die sich zur "Tastenbande" zählen, spielten unter Leitung von Susanne Winkler mit "Red Roses for a blue Lady" Bert Kaempferts Sound nach.
Das Schülerorchester mit Karin Groß als Dirigentin zeigte mit vier Sätzen eines Arrangements von Hans-Günther Kölz ihr Können. Und die fünf "HVG Youngsters" bewiesen auch ohne Dirigenten hervorragendes Zusammenspiel in der zum Welthit gewordenen Beguine "Perfidia" und einer südamerikanischen Tanzmusik "Sierra Morena" des bekannten Schweizer Harmonikakomponisten Renato Bui.
Das "Freizeitorchester" unter Eugen Sokolkow zählt noch lange nicht zum alten Eisen. Das bewiesen die Mitglieder bei den bekannten Liedern der einstigen Comedian Harmonists wie "Ein Freund ... " , "Mein kleiner grüner Kaktus", "Veronika der Lenz ist da" und weiteren Song aus jener Zeit.
Höhepunkt Nach einer Pause folgte mit dem ersten Orchester der Höhepunkt des Abends im voll besetzten Bürgerhaus. Schwungvoll führte Dirigent Günther Stoll durch das Programm mit der fetzigen "Samba de los Fingeros" oder beim "Back to the Sixties." Dann folgten Filmmelodiel aus dem "Fluch der Karibik", bei denen sich die Spieler symbolisch auch als Piraten geschmückt hatten. Das Jazz-Stück "New York Tango" ließ die Zuhörer förmlich eine rasante Taxifahrt durch das brodelnde New York erahnen. Bei Melodien von Udo Jürgens ging das Publikum richtig mit, besonders bei "Aber bitte mit Sahne." Die gab es dann als Zugabe mit dem eher unbekannten "Root beer rag", ganz im Stil eines klassischen Ragtimes.
Zum Schluss gab es frenetischen Beifall, als sich sämtliche Mitwirkende um ihren musikalischen Leiter und Moderator Günther Stoll bei der 18. Auflage von "Musik ist Trumpf" scharten.
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