Akkordeonmusik hat auch viele junge Freunde

Kooperation des Harmonikavereins mit den Schulen sorgt für Musikantennachwuchs - Umjubeltes Konzert

 

OBERSTENFELD/GROSSBOTTWAR

Seit einem Dutzend Jahren ist es beim Harmonikaverein Großbottwar-Oberstenfeld (HVG) guter Brauch: Pro Jahr gibt es ein volkstümliches und ein klassisches Konzert. Im Oberstentenfelder Bürgerhaus spielten am Samstag rund 80 Musikanten in fünf Orchestern vor großem Publikum moderne Klassik und bekamen dafür viel Applaus.

 

Von Werner Fuchs

Das Konzert zeigte, dass die Akkkordeonmusik noch immer Freunde hat und keinen Nachwuchsmangel kennt, zumal seit mehr als zwei Jahren schon HVG-Übungsleiter in den Schulen von Großbottwar und Oberstenfeld im Wahlfach Musik Akkordeonnunterricht geben.

 

Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Siegfried Groß eröffneten die fünf "HVG-Youngsters" mit einem zeitgenössischen "Concertino" des Schweizer Komponisten Jörg Draeger den Konzertabend.

 

Mit drei wechselvollen Sätzen war "Lustige Dorfmusik" zu hören. Auch die "Tastenbande", die Anfängergruppe des Vereins, besetzt mit kaum Zehnjährigen, spielte schon fugenähnliche, Bach'sche Melodien.

 

Unter der Leitung von Susanne Winkler hatten sie gelernt, fehlerfrei frei aufzuspielen. Mit dem Schülerorchester, von Karin Groß geleitet, ging die zeitgenössische Klassikmusik weiter, dabei war auch der Song "Für Elise" nach einer Beethoven-Melodie. "Tastenbande" und Schülerorchester zeigten, dass mit zusammen 35 Nachwuchsmusikanten die musikalische Zukunft des HVG gesichert ist, sie alle eifern dem starken 1. HVG-Orchester nach.

 

Eugen Sokolkov setzte mit dem Jugendorchester die Reihe der Musikstücke junger Komponisten fort und überraschte mit dem Können der jungen Musikanten, die mit unglaublicher Fingerfertigkeit und Schnelligkeit die einzelnen Takte meisterten.

 

Nach der Pause hatte das Erste Orchester mit Günther Stoll seinen Auftritt, der den Abend auch moderierte und die einzelnen Musikstücke erläuterte. Wieder waren Bach'sche Motive hörbar - im "Inmortal" von Hans Boll, während es bei "SChwabenstreiche" von Altmeisterkomponist Adolf Götz Variationen zu dem Lied "Jetzt gang i ans Brünnele" waren.

 

Das moderne Stück "Emotiions" von Hans Günther Kölz verlangte dem Orchester größtes musikalisches Können ab und die romantische Ouvertüre "Fra Diavolo" des Franzosen Auber wurde zum Schluss der Höhepunkt des Konzerts; das Publikum verlangte Zugaben und applaudierte stürmisch.

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Veröffentlichung

Di, 19. Mai 2009

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