Von der Dorfmusik bis zur Ouvertüre
Fünf Orchester des Harmonikavereins spielen beim Konzert im Bürgerhaus auf
Von Werner Fuchs
OBERSTENFELD Mit einem beeindruckenden Konzert stellten am Samstagabend im Bürgerhaus fünf Orchester des Harmonikavereins Großbottwar-Oberstenfeld einem zahlreichen Publikum erneut ihr Können unter Beweis und ernteten dafür viel Beifall.
Einmal im Jahr treten die Orchester bei "Musik ist Trumpf' mit volkstümlicher Unterhaltungsmusik auf. Und einmal auch mit einem Konzert, bei dem die Spielerinnen und Spieler den Zuhörern anspruchsvolle, meist klassische Musik bieten.
Eröffnung So war es auch am Samstagabend im Oberstenfelder Bürgerhaus, als nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Siegfried Groß die fünf HVG-Youngsters mit einem zeitgenössischen "Concertino" des Schweizers Jörg Draeger den Konzertabend musikalisch eröffneten. Sie zeigten, dass auch in kleiner Gruppe und ohne Dirigent klassische und stimmungsvolle Akkordeonmusik gemacht werden kann. Mit drei wechselvollen Sätzen war dann "Lustige Dorfmusik" zu hören. Auch die Tastenbande, die Anfängergruppe des Vereins, spielte schon fugenähnliche Melodien von Bach, die sie unter Leitung von Susanne Winkler erlernt haben und fehlerfrei aufspielten.
Mit dem Schülerorchester, geleitet von Karin Groß, ging die zeitgenössische Klassikmusik weiter, dabei auch ein Song "Für Elise" nach einer von Beethoven überarbeiteten Melodie. Tastenbande und Schülerorchester zeigten auch, dass mit zuusammen 35 Nachwuchsmusikanten die musikalische Zukunft des HVG gesichert ist, sie alle eifern dem starken ersten HVG-Orchester nach.
Eugen Sokolkov setzte mit dem Jugendorchester Musikstücke junger Komponisten fort und überraschte dabei mit dem Können der jungen Musikmacher, die mit Unglaublicher Fingerfertigkeit und Schnelligkeit die einzelnen Takte meisterten.
Höhepunkt Erst recht nach einer Pause das erste Orchester mit GÜnther Stoll, der auch moderierte und die einzelnen Musikstücke erläuterte. Wieder waren Bachs Motive hörbar im "Immortal" von Hans Boll während es bei den "Schwabenstreichen" von Altmeisterkomponist Adolf Götz Variationen zum Lied ,Jetzt gang i ans Brünnele" waren. Bei den modernen "Emotions" vo Hans Günther Kölz wurde vom 0rchester größtes musikalisches Können abverlangt. Die romantische Ouvertüre "Fra Diavolo" des Franzosen Auber war zum Schluss der Höhepunkt des Konzerts und teilweise auch als Zugabe zu hören meisterlich aufgespielt und mit stürmischem Beifall bedankt.
Moderne Akkordeonmusik findet immer noch begeisterte Zuhörer. Rund 300 Zuhörer im Oberstenfelder Bürgerhaus am Samstagabend zeigten es erneut.
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