Gelungenes Konzert des HVG im Bürgerhaus in Oberstenfeld
Am Samstag, 16.05.2009, hatte der HVG zu seinem Konzert ins Bürgerhaus nach Oberstenfeld eingeladen. Zahlreiche Musikfreunde waren der Einladung gefolgt und der 1. Vorsitzende Siegfried Groß freute sich Gäste, Ehrengäste und Vertreter befreundeter Vereine im voll besetzten Saal des Bürgerhauses begrüßen zu dürfen.
Günther Stoll, der musikalische Leiter des HVG, führte danach mit viel Wissenswertem zu den aufgeführten Werken und Komponisten durch den Abend.
Musikalisch eröffneten die sechs Mitglieder der HVG-Youngsters das Konzert mit dem „Concertino“ von Jörg Draeger. Danach folgte eine „Lustige Dormusik“. Bei dem konzertant volkstümlichen Stück in drei Sätzen verstanden es die Spieler gekonnt die Fröhlichkeit eines Dorftanzes, einen Marsch und eine ruhige Abendstimmung einzufangen und das Publikum auf das Konzert Einzustimmen.
Unter der Leitung ihrer Dirigentin Susanne Winkler stürmten danach die Kinder der „Tastenbande“ ungeduldig die Bühne um dort für ein „kleines (musikalisches) Durcheinander“ zu sorgen. Mit der kleinen Fuge, in der alle Kinder dasselbe spielen, nur eben nicht zu selben Zeit, überraschten die Kinder das Publikum. Bei dem anschließenden „Klassik Cocktail“ präsentierten die „kleinen Meister“ der Tastenbande Werke der „großen Meister“ Schumann, Mozart, Diabelli und zuletzt die „Freude schöner Götterfunken“ von Beethoven.


Soviel „Klassikern“ wollte das Schülerorchester mit ihrer Dirigentin Karin Groß natürlich nicht nachstehen. Nach einer „kleinen Rhapsodie“ mit Walzerklängen und stimmungsvollen Melodien zogen die Spieler alle Register und rockten mit dem Song „Für Elise“ frei nach Ludwig van Beethoven den Saal. Für diesen fetzigen Vortrag erntete das Orchester begeisterten Applaus des Publikums.
Dem durchweg hohen spielerischen Niveau standen auch die Spieler des Jugendorchesters, unter der Leitung von Eugen Sokolkov, in nichts nach. Das Orchester begann seinen Auftritt mit dem Stück „Slovakian Dances“, in dem sich leichte, fröhlich schwingende Rhythmen mit schwermütigen, traurigen Melodien abwechselten. Bei der „Suite Contemporaine“, einer moderne Suite in vier Sätzen, mit melodiösen Harmonien und schrägen Klängen präsentierte das Orchester dem Publikum eine andere Seite der Akkordeonmusik. Mit der anschließenden „Ouverture Concertante“ spielte das Jugendorchester eine klassische französische Ouvertüre. Einer langsamen Einleitung folgten verschiedene schnelle Teile und vom Orchester gefühlvoll vorgetragene Melodien.
Nach eine kurzen Pause nahmen die Spieler des 1. Orchesters unter der Leitung von Günther Stoll auf der Bühne platz.
Die 27 Spieler des 1.Orchester gestalteten den zweiten Teil des Konzertes mit vier ausgesuchten Werken, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zu Beginn stand das Stück „Inmortal“, eine Erinnerung an Asthor Pazzolla, komponiert von Hans Boll, auf dem Programm. Der Tango, mit Elementen einer klassischen Fuge nach J.S. Bach, drängenden Melodien und einem aggressiven Mittelteil zog das Publikum in seinen Bann und zeigte gleich zu Beginn das hohe spielerische und musikalische Können des 1. Orchesters.
Harmonisch und gefühlvoll folgten danach die „Schwabenstreiche“. Ein Dauerbrenner und Evergreen in der Akkordeonliteratur. Die sieben Variationen über das Volkslied „Jetzt gang i ans Brünnele“ begeisterten das Publikum und auch den Spielern war anzumerken das ihnen die Aufführung dieses Stück besonders viel Freude bereitete. Die eingehende Melodie des Liedes zog sich durch das gesamte Stück und mit spürbarer Leichtigkeit flogen die Finger der Spieler über die Tasten.
Danach erfüllte die romantische Fantasy „Emotions“ – Gefühle, eine neue Komposition für Akkordeonorchester aus dem Jahr 2008, den Saal. So schwankend und wechselhaft wie echte Gefühle sein können ist auch dieses Stück aufgebaut. Eine fröhliche Stimmung in form einer harmonischen Melodie wechselt zu sich trennende Rhythmen und Takte die nach irrenden Wegen wieder zueinander finden.
Abschluss und Höhepunkt des Konzerts war die Ouvertüre „Fra Diavolo“ aus dem Jahr 1830 von Daniel Francois Esprit Auber. Hervorragend verstand es das 1. Orchester die Geschichte des Werkes zu erzählen. Aus der Ferne erklang zunächst leise der klang einer Marschtrommel das das nähern einer Kapelle ankündigte. Fein und präzise kamen weitere Instrumente hinzu, wurden lauter nahm die Melodie auf um in einem grandiosen Finale zu enden. Langanhaltender Applaus war der Lohn für das 1. Orchester. Zum Ende des Konzertes traten noch mal alle Spieler an die Bühne und verabschiedeten sich beim Publikum.
Nach dem gelungenen Konzert ließen Spieler und Gäste den Abend noch gemütlich im Bürgerhaus ausklingen.
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