Straßenfest bleibt ein Publikumsmagnet

Großbottwarer Vereine präsentieren und behaupten sich gegen die wachsende Festles-Konkurrenz

 

GROSSBOTTWAR

Im Ausnahmezustand befindet sich seit Samstag. das Großbottwarer Ortszentrum: Zum 37. Mal organisieren die örtIichen Vereine hier das Straßenfest. Die gesamte Stadt befindet sich in Feierlaune.

 

VON FRANK KLEIN

 

Wer sich am Samstag der großräumig abgesperrten Ortsmitte nähert, merkt schnell, dass dort etwas vor sich geht. Kein Wunder: Es ist wieder Straßenfest. Während sich an der Peripherie, etwa bei der Ortsgruppe Großbottwar des Schwäbischen Albvereins, der Andrang noch in Grenzen hält, wird ein paar Schritte weiter beim Stand von "Getränke Dötterer" schon heftig gefeiert.

 

Auch der Marktplatz vor dem frisch renovierten Rathaus ist bereits bei der Eröffnung voller Menschen. Die Stadtkapelle Musikverein Großbottwar unter Leitung von Dirigent Jürgen Pantle spielt Blasmusik, auch die Wahlkampfteams mischen sich unter das Volk.

 

Anlaufstellen in der gesamten Altstadt

 

Das Großbottwarer Straßenfest gewinnt seine Anziehungskraft nicht zuletzt aus der tatsache, dass die Veranstaltung von 14 örtlichen Vereinen organisiert wird. So ergibt sich ein über die gesamte Altstadt verteiltes Netz von Anlaufstellen – schließlich will sich jeder Verein den Besuchern präsentieren.

 

Der Reit- und Fahrverein etwa bietet Pony-Reiten und Kinderschminken an, beim Turnverein spielen die• Bands "Purple Sun" und "Campus Swing", die Mitglieder der Tanzsportabteilung sorgen auf einer Show-Bühne für akrobatische Höhepunkte. Auf dem Vergnügungspark in der Bachstraße finden auch Kinder und jugendliche beim Autoscooter, Büchsenwerfen oder Karussellfahren Unterhaltung. Bei „Mama Afrika“ können sie sich Zöpfe flechten oder Airbrush-Tattoos machen lassen.

 

Den zentralsten Platz auf dem Marktplatz hat sich seit jeher der Harmonikaverein (HVG) Großbottwar-Oberstenfeld gesichert. "Das war,eigentlich Zufall", sagt der Vereinsvorsitzende Siegfried Groß. "Wo heute die Eisdiele ist, war früher ein Schuster. Da er HGV-Mitglied war, konnten wir aus seinem Geschäft Strom und Wasser beziehen." Bis heute haben die fünf Orchester sowie die Spielgruppe des Vereins mit ihren rund 110 Aktiven während des Straßenfests die Möglichkeit, sich einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

 

Das Straßenfest sei auch nach 37Jahren ein Publikumsmagnet, das zahlreiche Besucher aus Großbottwar und darüber hinaus anziehe, sagt Groß. ,,Aber die Konkurrenz wächst, es werden immer mehr Feste gefeiert." Als Richard Hartmaier, Gemeinderat und Vorstand des VfR Großbottwar, das Straßenfest 1973 ins Leben gerufen habe, sei das noch etwas Besonderes gewesen: "Inzwischen hat jedes Weingut ein eigenes Fest."

 

Auch bei jungen Leuten beliebte Veranstaltung

 

Trotz der Konkurrenz: Auch bei jungen Leuten ist die Veranstaltung beliebt. Für Manuel aus Großbottwar etwa, der beim CVJM aktiv ist und bei der Organisation des "Menschenkicker- Turniers" geholfen hat, ist der Besuch des Straßenfests ein Pflichttermin. "Das Straßenfest ist wichtig für Großbottwar", sagt der junge Mann voller Überzeugung.

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Veröffentlichung

Mo, 07. September 2009

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