Wo Musik wirklich auch Trumpf ist

Fünf Akkordeonorchester und zwei Spielgruppen sorgen für beste Unterhaltung

 

Oberstenfeld

 

"Musik ist Trumpf" lautet seit bald zwanzig Jahren das Motto des Harmonikavereins Großbottwar-Oberstenfeld (HVG) - kein leeres Versprechen, denn der Verein mit seinen Orchestern lockt Jahr für Jahr viele Harmonikafreunde an. Am Samstagabend füllten rund 500 Zuhörer das Bürgerhaus.

 

VON WERNER FUCHS

 

Sie kamen aus dem ganzen Bottwartal und darüber hinaus, um das in der Region führende 1. HVG-Orchester mit seinem Dirigenten Günther Stoll live zu erleben. Zu hören gab es allerlei, angefangen von bekannten James Bond Hits über zur Klassik gewordene Märchenmelodien, Schlager, Bossa Nova und Salsa bis hin zu den Beatles, dargeboten von insgesamt 150 Spielerinnen und Spielern, die in fünf Orchestern und zwei Spielgruppen einen prächtigen musikalischen Unterhaltungsabend gestalteten.

 

Der Vereinsvorsitzende Siegfried Groß lobte vor allem die Orchesterleiter und Ausbilder an den Schulen in Klein- und Großbottwar sowie Oberstenfeld, Susanne Winkler, Karin Groß und Eugen Sokolkov, welche die Jüngsten in Einzel- und Gruppenunterricht zur Akkordeonmusik hinführen. Was daraus werden kann, zeigte Dirigent Eugen Sokolkov mit seinen 20 Spielern des Jugendorchesters, die das abwechslungsreiche Programm eröffneten und mit einer James Bond Cancert-Suite alle Register ihres Akkordeons drückten und mit der bekannten "Maus"-Melodie und "The Pink Panther" fehlerfrei aufspielten. Voller Stolz und völlig unbefangen traten dann die Anfänger und Kinder der "Akkordeon-Racker" und "Tastenbande" unter Leitung von Susanne Winkler auf.

 

Günther Stoll hatte, charmant wie immer, die Orchester und ihre Vorträge angesagt, so auch das Schülerorchester, das von Karin Groß ausgebildet und geleitet wird. Neben einer "Garten-Party" überraschte Lena Förnbacher bei der "Flaschen-Polka" beim Schlagen der tongestimmten sieben Flaschen.

 

Big Band Sound zauberten die fünf Spieler der "HVG-Youngsters" mit Bert Kaempfert-Melodien in den Bürgersaal. Dass das "Freizeitorchester" mit seinen 17 Köpfen noch lange nicht zum alten Eisen zählt - auch wenn Rentner mitspielen - war mit "Unter dem Himmel von Paris" zu hören, das Tilman Schwuch auf dem Saxophon begleitete. "White Christmas" von diesem Orchester unter Bugen Sokolkov gespielt, galt als Aufmerksamkeit an den bevorstehenden vierten Advent und Weihnachten.

 

Mit außerordentlicher Wirkung und Qualität überzeugte schließlich das unter der Leitung von Günther Stoll spielende 26-köpfige erste HVG-Orchester, verstärkt mit den Schlagzeugern Sebastian Brauchle und Kevin Wildermuth und Jörg Cronauer am Piano. Das Orchester spielte "Soul Bossa Nova" und "Olè Salsa", aber auch Andrew Lloyd Webbers "Starlight Express" voll Temperament. Dass sich auch ein "Csárdás" von Johann Strauß, südamerikanische Melodien oder erst recht Beatles-Songs toll in dieser Musik anhören, zeigten das hervorragend aufspielende Orchester und ihr mitfiebernder Orchesterleiter Günther Stoll.

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Veröffentlichung

Mo, 21. Dezember 2009

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