Akkordeonschüler stellen sich dem Wettkampf

In der Großbottwarer Matern-Feuerbacher-Realschule hat der musikalische Nachwuchs sein Können demonstriert

 

Großbottwar. Der deutsche Harmonikaverband und der Harmonika-Verein Großbottwar werden in diesem Jahr 75 Jahre alt. Deshalb war Großbottwar jetzt Austragungsort des jährlichen Bezirkswettbewerbs für die Nachwuchsspieler. Rund 80 Teilnehmer stellten sich der Jury.

 

Von Astrid Killinger

 

Menuette, Boogies, Variationen spielten Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 18 Jahren im Zehnminutentakt. Ein Stück hieß "Im Wellenbad", ein anderes "Lustige Strandwanderung". Manchem der Akkordeonschüler dürfte es angesichts solcher Titel schwer gefallen sein, sich bei drückender Temperatur im Obergeschoss der Realschule auf die Noten zu konzentrieren. Hilfreich erschien da der verschmitzt lächelnde und aufmunternde Blick der Juroren, die selbst nach Stunden des ganztägigen Prüfungsmarathons noch Freude an ihrer Arbeit vermittelten.

 

Unmittelbar nach jedem Vorspiel trugen sie ihre Bewertung von Spielsicherheit, Dynamik und musikalischem Ausdruck in Bögen ein. Bei Siegfried Groß, dem Vorsitzenden des Harmonika-Verein Großbottwar (HVG), liefen indes Computer und Drucker heiß. Sämtliche Teilnehmer erhielten eine Urkunde. Die Besten bekamen außerdem Pokale im Rahmen einer kleinen Feier, zu der das Erste Orchester des HVG aufspielte.

 

Für die höchste Punktzahl von 50 konnten sich die zwei Jurorenteams nicht entschließen. Mit 46,5 Punkten erreichte das Ditzinger Duo Markus Schwabe/Bernd Berauer die meisten Punkte des Tages. Bezirksmeister im Solospiel wurde mit 45,5 Punkten Oleg Hidiatov von der Musikschule Stuttgart.

 

Falk Mayer vom HVG Großbottwar erspielte sich in der Altersklasse 0 ( Jahrgänge ab 1997) das Prädikat "Hervorragend" und erhielt den Pokal für die beste Leistung in seiner Gruppe, die sieben Teilnehmer hatte. Auch im Duo mit Kim Mayer reichte es für ihn mit 35,5 Punkten zu einem Pokal für das beste von vier Vorspielen. Zwei weitere Pokale im Duospiel gingen an Großbottwar. Silvia Gscheidle und Vera Lorenz bekamen die Auszeichnung für 41,5 Punkte, Sarah Winkler und Kathrin Adler für 31 Punkte. Beide Duos waren die einzigen ihrer Altersklasse.

 

Im Solospiel der Altersgruppe 2 (Jahrgänge 1993/94) schaffte es Daniel Förnbacher vom HVG Großbottwar auf den vierten von zehn Plätzen. In der Altersgruppe 3 (1991/92) erhielten Annika Schälicke (Markgröningen) und Michael Stach (Stuttgart) je einen Pokal. Großbottwar belegte in dieser Gruppe von 14 Teilnehmern mit Stephanie Schwarz den siebten Platz.

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Veröffentlichung

Di, 20. Juni 2006

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