Musik ist immer Trumpf beim HVG

Konzert mit Uraufführung beendet Jubiläums-Jahr

 

Großbottwar

 

Mit einem anspruchsvollen Konzert und der Uraufführung einer Komposition von Adolf Götz beendete der Harmonikaverein Großbottwar (HVG) die Veranstaltungsreihe zu seinem 75-jährigen Bestehen. "Musik ist Trumpf" war das Motto am Samstagabend.

 

VON WERNER FUCHS

 

Der Vereinsvorsitzende Siegtried Groß freute sich, in der voll besetzten Stadthalle auch den international bekannten Akkordeonmusik-Komponisten Adolf Götz aus Hersbruck begrüßen zu können. Groß erinnerte an die Jubiläums-Veranstaltungen im zurückliegenden Jahr und dankte den Aktiven und Helfern, besonders Jürgen Rieker und Bernd Schäfer.

 

Abwechslungsreiches Programm

 

Den Zuhörern wurde ein überaus abwechslungsreiches Programm dargeboten und dabei gezeigt, wie populär und mitreißend Harmonikamusik sein kann. Da waren es nicht allein die "HVG-Youngsters" oder die unter Leitung von Susanne Winkler spielenden "Akkordeon-Racker", sondern auch die rund 30 Buben und Mädchen aus den Grundschulen Oberstenfeld und Großbottwar, die in einer Kooperation mit dem HVG im Musikunterricht in der Schule das Spielen mit der Handharmonika erlernen und am Samstagabend ihren ersten großen Auftritt hatten.

 

Keine Nachwuchssorgen

 

Das Schüler- und das Jugendorchester zeigten mit ihrem spielerischen Können unter den Dirigenten Karin Groß und Eugen Sokolkov, dass der Verein keine Nachwuchssorgen hat.Eugen Sokolkov hatte dabei seine Premiere als Nachfolger von Oleg Grötzinger, welcher nach neun Jahren Tätigkeit als HVG-Dirigent und Ausbilder als Dozent an eine Musikhochschule in die Ukraine zurückgekehrt ist.

 

Schlager aus den 70er-Jahren

 

Auch vom beliebten "Freizeitorchester", den "älteren Jugendlichen", wie Moderator Günther Stoll schmunzelnd ankündigte, waren flotte Schlagermelodien aus den 70-er Jahren zu hören. Hervorragend das Erste HVG- Orchester, das zunächst Melodien von Bach und Mozart hören ließ und nach einem modernen Stück die Uraufführung des von Adolf Götz eigens zum HGV-Jubiläum geschriebenen "Moments of music" gab. Dieses sehr melodische und wechselhafte Stück in verschiedenen Sätzen, war der Höhepunkt des Abends. Es wurde mit stürmischem und lang anhaltendem Beifall bedacht, natürlich auch für den Komponist.

Adolf Götz (68) erzählte dem Publikum die Entstehungsgeschichte des Stücks, welches er allen HVG'lern widmete. Er sagte dabei, er könne sich gut vorstellen, dass ein Teil des Werkes zusammen mit einem Chor sehr gut gesungen werden könne.

 

Weihnachtliches zum Schluss

 

Mit einem "Christmas Festival", weihnachtliche Melodien einmal etwas anders gespielt, ging der Konzertabend zu Ende. Das 30 Mitglieder zählende Erste Orchester wurde von Gitarre (Christoph Arndt), Keyboard (Harald Sigle) bereichert. Am Schlagzeug wechselten sich Gerd Hirsch und der junge Kevin Wildermuth ab.

Ein begeistertes Publikum spendete den einzelnen Ensembles herzlichen Beifall.
 

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Veröffentlichung

Mo, 18. Dezember 2006

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