Musik ist Trumpf
Jubiläumsabschlußkonzert des Harmonikavereins
VON WERNER FUCHS
GroßbottwarMit einem grandiosen Konzert von 100 Mitwirkenden und der Uraufführung einer Komposition der Harmonikamusik-Legende Adolf Götz beendete der Harmonikaverein Großbottwar (HvG) die Veranstaltungsreihe zum 75-jährigen Vereinsbestehen.
"Musik istTrumpf" hieß das Motto zum 16. Mal, seit dem GÜnther Stoll das erste HVG-Orchester leitet. Den Zuhörern wurde ein überaus abwechslungsreiches Programm dargeboten und aufgezeigt, wie populär und wie gut Harmonikamusik heute noch ist.
Nicht nur die "HVG-Youngsters", welche die Programmfolge erÖffneten oderdie unter Leitung von Susanne Winkler spielenden "Akkordeon- Racker" überzeugten, sondern auch die rund 30 Buben und Mädchen aus den Grundschulen Oberstenfeld und Großbottwar, welche in einer Kooperation mit dem HVG im Musikunterricht in der Schule das Spielen mit der Handharmonika erlernen. Sie hatten ihren ersten großen Auftritt.
Das Schüler- und das Jugendorchester zeigte mit ihrem spielerischen Können unter den Dirigenten Karin Groß und Eugen Sokolkov, dass der Verein keine Nachwuchssorgen hat. Eugen Sokolkov hatte dabei seine Premiere als Nachfolger von Oleg Grötzinger, welcher nach neun Jahren Tätigkeit als HVG-Dirigent und Ausbilder als Dozent an eine Musikhochschule in die Ukraine heimgekehrt ist. Auch vom beliebten "Freizeitorchester", den "älteren Jugendlichen", Wie Sto11 schmunzelnd ankündigte, waren flotte Schlagermelodien aus den 70-er Jahren zu hören.
Hervorragend war natürlich das erste HVG-Orchester, welches bei seinen ersten beiden Darbietungen Musik von Bach und Mozart erklingen ließ. Nach einem modernen Stück der 80-er Jahre folgte die Uraufführung des von Adolf Götz eigens zum 75-jährigen Jubilaum des HVG geschriebenen "Moments of music". Ein sehr melodisches und wechselhaftes Stück in verschiedenen Sätzen war der musikalische Höhepunkt des Abends, das mit stürmischem und langanhaltenden Beifall bedacht wurde, natürlich auch für den Komponisten.
Adolf Götz (68) erzählte dem Publikum die Entstehungsgeschichte des Stücks, welches er allen HVG1ern widmete. Er sagte, er könne sich gut vorstellen, dass ein Teil des Stücks zu sammen mit einem Chor gesungen werden könne.
Mit einem "Christmas Festival" von weihnachtlichen Melodien ging der Konzertabend zu Ende. Das 30 Mitglieder zählende erste Orchester war mit Gitarre (Christoph Arndt), dem elektronischen Klavier (Harald Sigle) bereichert. Das Schlagzeug wurde gespielt von Gerd Hirsch und dem jungen Kevin Wildermuth, der bei den anderen Orchestern den Takt schlug.
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