Harmonika-Verein stellt die Weichen für die Zukunft

Musiker aus Großbottwar möchten als Verein auch in Oberstenfeld eingetragen sein - Der Name soll geändert werden

 

Großbottwar. Der Harmonika-Verein Großbottwar soll nach dem Willen des Vorstands auch in Oberstenfeld ein eingetragener Verein werden. Damit will die Führungsriege unter anderem verhindern, dass der Nachwuchs in der Nachbarkommune zu anderen Vereinen abwandert.

 

Von Christian Kempf

 

Der Harmonika-Verein Graßbottwar (HVG) hat bereits jetzt enge Verbindungen zu Oberstenfeld. Ein Drittel unserer Mitglieder kommt aus Oberstenfeld und seinen Teilorten", sagt der stellvertretende Vorsitzende Bernd Schäfer. Außerdem arbeitet der Verein seit zwei Jahren eng mit der Grundschule in der Nachbarkommune zusammen. Der HVG stellt dort Zweitklässlern im Rahmen der Akkordeon-AG Instrumente zur Verfügung.


Die Musiker des HVG könnten bald unter dem Namen Harmonika-Verein Großbottwar-Oberstenfeld auftreten

 

Lehrer aus dem Verein unterrichten die Schüler dann auch. Doch das sind noch längst nicht alle Berührungspunkte mit Oberstenfeld. Einmal im Jahr geben die Musiker im Nachbarort ein großes Konzert. Und selbst der zweite Vorsitzende, Bernd Schäfer, wohnt in Oberstenfeld.


Rechtlich spricht nichts gegen einen zweiten Eintrag

 

"Jetzt möchten wir dem Rechnung tragen, was sich über Jahre entwickelt hat", sagt Bernd Schäfer. Der HGV wolle auch in Oberstenfeld als Verein eingetragen sein. Die Führungsriege hat laut Bernd Schäfer schon abgeklopft, ob das rechtlich möglich ist und dabei festgestellt, dass nichts dagegenspricht. Auch der Oberstenfelder Bürgermeister Reinhard Rosner sei damit einverstanden, berichtet der Zweite Vorsitzende. Allerdings habe der Rathauschef die Zusage mit der Bedingung verknüpft, dass sich der zweite Standort im Namen niederschlagen müsse. Dieser Forderung will der Vorstand der HVG nachkommen. Der Verein soll künftig Harmonika-Verein Großbottwar-Oberstenfeld heißen. Am Kürzel HVG werde sich jedoch nichts ändern, beruhigt Bernd Schäfer die Traditionalisten. Den Mitgliedern seien die Pläne zur Namensänderung noch nicht bekannt, erklärt er. Aber der Vorstand wird sie nicht übergehen: Ein entsprechender Beschluss solle erst bei der Mitgliederversammlung im Januar 2008 erfolgen, erklärt Bernd Schäfer.

 

Auf dem Rathaus in Großbottwar habe man zunächst Bedenken gegen die Bestrebungen des Vereins geäußert, sagt der Oberstenfelder. Es sei die Angst umgegangen, dass der HVG seinen Verpflichtungen nicht mehr so uneingeschränkt nachkommen könnte. Man habe dem Bürgermeister Rainer Gerhäusser aber versichert, dass der Verein all seine Aufgaben in der Stadt erfüllen werde. Außerdem bleibe der Sitz der Musiker in Großbottwar - was die Bedenken des Rathauschefs zerstreut habe.

Verpflichtungen ergeben sich für den HVG durch den geplanten Schachzug auch in Oberstenfeid. Andererseits öffnen sich so in der Nachbarkommune auch Türen. Bei der Hallennutzung dürften die Konditionen zum Beispiel besser werden, sagt Bernd Schäfer.

 

Der HGV will anderen Vereinen mit dem Schachzug zuvorkommen

 

Wichtig ist ihm auch, dass der HVG anderen Vereinen, die ähnliche Interessen verfolgen, zuvorkommt. Sonst bestünde die Möglichkeit dass der vom HVG ausgebildete Nachwuchs zur Konkurrenz abwandert oder Kinder schon zu Beginn der musikalischen Ausbildung in einen anderen Verein eintreten. "Wir wollen uns damit auch für die Zukunft aufstellen", erklärt Bernd Schäfer.

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Veröffentlichung

Sa, 23. Juni 2007

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