Musik ist Trumpf im Bürgerhaus
350 Zuhörer beim Harmonikakonzert
VON WERNER FUCHS
Oberstenfeld Unter dem Motto, "Musik ist Trumpf" konzertierte der Harmonikaverein Großbottwar-Oberstenfeld vor rund 350 Zuhörern im Oberstenfelder Bürgerhaus. Günther Stoll, Leiter des ersten HVG-Orchesters, versteht es, mit moderner Musik und zeitgenössischen Komponisten und Arrangements, das Publikum anzusprechen. Vier Orchester und weitere zwei Spielgruppen erhielten viel Beifall.
Eugen Sokolkov eröffnete mit dem Jugendorchester und "Techno Time" den großen Unterhaltungsabend mit Harmonikaklängen aus aller Welt. Die Akkordeon-Racker und die Tastenbande - Kinder und Jugendliche - zeigten unter Ausbilderin Susanne Winkler, dass sich der Verein mit rund 30 Kindern um seinen Nachwuchs keine Sorgen machen muss. Die Kooperation mit Schulen im Unterrichtsfach "Harmonika" in Großbottwar und Oberstenfeld zeigt Erfolge, wie mit den gespielten "Purzelbäume", "Im Galopp", Moon River" oder "Tour de Rock" zu hören und zu sehen war.
Huldigung Wesentlich fortschrittlicher ist das unter Leitung von Karin Groß spielende Schülerorchester mit 20 Jugendlichen. In sieben Sätzen gaben sie die "Villa Timecode" zum Besten, aber auch Bauchtanzmusik oder Rock'n'Rol1. "Let's go Boogie", so zogen die 17 Spieler des Freizeitorchesters vom Leder, sie demonstrierten, dass sie beim HVG noch lange nicht zum alten Eisen zählen. Leroy Andersons bekannte "Schlittenfahrt" war dann eine Huldigung an die Schneelandschaft im Bottwartal.
Die zweite Hälfte des über zweistündigen Programms gehörte dem 1. HVG-Orchester, das mit dem Tanz "Sway" jazzend begann und mit einem emotionalen "Revirado" an den früheren Bandoneon-Weltklassespieler Astor Piazzolla erinnerte. Bekannte Filmmelodien aus "Herr der Ringe" oder der "Englischman in New York" folgten, bei dem die Spieler während des Musikstücks selbst auf der Harmonika klopfend Beifall zollten.
Hitmix Beim Hitmix "Bonney M" und dem Schlussstück einer Sambaparty gerieten die Zuhörer aus dem Häuschen, klatschten mit und gaben stehend Beifall. "Daddy cool, "Sunny", "Brown Girl in the ring" und "Rivers of Babylon" waren natürlich mehr als nur Ohrwürmer, da gingen sie einfach mit. Günther Stoll hatte es verstanden, das Publikum zu fesseln, er war auch charmanter Unterhalter und Moderator durch das gesamte Programm.
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