Nachwuchsarbeit hat hohen Stellenwert

Harmonikaverein Großbottwar beweist, dass bei ihm Musik Trumpf ist

 

OBERSTENFELD/ GROSSBOTTWAR

 

"Musik ist Trumpf" war am Samstagabend das Motto des Harmonikavereins Großbottwar (HVG). Im Oberstenfelder Bürgerhaus bedankte sich das Publikum mit stürmischem Beifall für die Darbietungen.

 

Von Werner Fuchs

 

Über zwei Stunden lang stellten die Akkordeonisten ihre große Musikalität unter Beweis und gefielen mit abwechslungsreichen Melodien.

 

Der HVG ist schon Sonderklasse. Nicht nur, was den Verein und seine Mitglieder angeht, auch mit seinen 118 Musikern in den fünf Orchestern und der Racker-Spielgruppe. Das lobte nicht nur der Vorsitzende des Harmonikabezirks Stuttgart- Ludwigsburg Heinz Baitinger, auch der Kapellen- und Orchesterdirigent Jose Mali war angetan vom großen Können der Harmonikaspieler.

 

Glanzstücke waren dabei von dem gut besetzten 1. Orchester zu hören. Der langjährige musikalische Leiter Günther Stoll hatte mit seinen neu einstudierten Stücken, darunter "Rosen aus dem Süden" von Johann Strauß nicht nur Klassiker aufleben lassen, sondern verleitete auch mit fetzig gespielten brasilianischen Sambarhythmen die über 400 anwesenden Besucher zum Mitklatschen.

 

Ob "The girl from Ipanema" oder "Mas que nada", Stoll hatte hohe Ansprüche an seine 30 Spieler gestellt und wurde nicht enttäuscht: Bravourös meisterte das Orchester voll Schwung die zündenden Melodien.

 

Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Siegfried Groß wurde der Konzertabend vom Jugendorchester mit einer altjüdischen Melodie und einem Blues eröffnet. Anschließend zeigten die 20 "Akkordeon-Racker" unter Leitung von Susanne Winkler ihr Können, das sie in Kooperation mit der Musik-AG der Schule und im Verein erlernt haben. Die "Tastenbande" zeigte als Anfängergruppe, was sie schon alles kann.

 

Das Schülerorchester unter Karin Groß ließ in den "Hits für Kids" mit Melodien von Pipi Langstrumpf, Biene Maja und Benjamin Blümchen Kinderlieder erklingen.

 

Ehemalige Orchestermitglieder, die sich im "Freizeitorchester" zusammengefunden haben, waren unter Eugen Sokolkov mit alten Hits im Bigband-Sound zu hören und gefielen besonders mit "Strangers in the Night“. Günther Stoll moderierte das Programm mit launigen Worten.

 

Einmal mehr hat der Verein bewiesen, dass auch heute noch Kinder und Jugendliche fürs Musizieren gewonnen werden können. Dafür hat der Verein auch tief in die Kasse gegriffen: Laut Siegfried Groß hat der HVG in den vergangenen Jahren rund 90 neue Instrumente angeschafft.

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Veröffentlichung

Di, 18. Dezember 2007

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