Konzert des Harmonikavereins Großbottwar in der Stadthalle – Erfolgreiche Jugendarbeit
"Musik ist Trumpf" als Motto
Von Werner Fuchs
Das Weinbaustädtchen Großbottwar, das mit seinem Harmonikaverein (HVG) im Verbandsbezirk Stuttgart als eine Hochburg gilt, wartete mit einem Unterhaltungsabend in der Stadthalle auf.
Die Zuhörer klatschten begeistert, als sie die Harmonikamusik der sechs aufspielenden Orchester hörten. Siegfried Groß, der Vorsitzende des Harmonikavereins, berichtete über die erfolgreiche Jugendarbeit des Vereins an den Schulen im Bottwartal. Vergangenes Jahr habe an der Grund- und Hauptschule mit einer Musik-AG mit 18 Jungen und Mädchen ein Lernprogramm begonnen, das jetzt an den Schulen in Oberstenfeld mit 20 und in Gronau mit zwölf Jugendlichen erweitert werden konnte.
Den Unterhaltungsabend, alljährlich unter dem Motto "Musik ist Trumpf", eröffneten mit James-Last-Melodien zehn "HVG-Youngsters", die als solche bereits schon im ersten Orchester mitspielen. Die ganz jüngsten waren aber die zehn "Akkordeon-Rackers", deren jüngster Knirps, auf den Stuhle sitzend, mit seinen Füßen nicht auf den Boden reichte. Ulrike Wolf ließ sie sogar "Im Galopp" und Weihnachtslieder spielen. Rote Zipfelmützen schmückten dabei die Köpfe.
Einen musikalischen Reisebericht aus Deutschland und Österreich, Italien, Marokko, Spanien, Frankreich spielte das Schülerorchester unter Leitung von Karin Groß. Beachtliches Können zeigte Oleg Grötzinger mit dem Jugendorchester, das mit schmissigen Melodien das Publikum zum Mitklatschen reizte.
Immerhin Elf gestandene, einst aktive HVG-Musikanten mit dem 60-jährigen Winfried Scheffler als Senior werden von Orchesterleiter Oleg Grötzinger im "Freizeitorchester" bei Lust und Spielerlaune gehalten und gefielen mit einer slowenischen Melodie und "Just a gigolo", vom langjährigen HVG-Dirigenten und Mitspieler Harald Rausch bearbeitet.
Eine knappe Stunde lang hielt das 30 Mitwirkende zählende erste HVG-Orchester die Zuhörer in Bann, das nach der Beethoven-Sinfonie-Melodie "Celebration" mit dem Medley "Cabaret" stilvoll Melodien aus den 20er Jahren zum Besten gab. Günther Stoll, Leiter des Orchesters, der auch als Moderator durch das Programm führte, hatte für beste Unterhaltungsmusik gesorgt. Das Orchester war mit dem E-Gitarristen Christoph Arndt, mit Michael Karbach am elektronischen Piano, Schlagzeuger Ingo Schmidinger und der Melodika, von Oleg Grötzinger, geblasen, klangvoll ausgestattet.
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