Auf hohem spielerischem Niveau
Harmonika-Verein gibt Konzert in der Martinskirche
Großbottwar. Anspruchsvolle Werke aus der Akkordeon- und klassischen Kirchenliteratur präsentierte der Harmonika-Verein Großbottwar (HVG) gemeinsam mit der Violinistin Konstanze Gatz am Samstagabend in der Martinskirche.
Drei HVG-Orchester und die HVG-Youngsters hatten sich bestens auf das Konzert vorbereitet und präsentierten sich den zahlreichen Zuhörern auf hohem spielerischen Niveau. Günther Stoll, der musikalische Leiter des HVG und Dirigent des 1.Orchesters, führte mit Wissenswertem über Komponisten und Musikstücke durch den Abend.
Das 1. Orchester eröffnete das Konzert mit dem Stück "Präludium und Fuge in a-moll" von Matyas Seiber. Danach folgten "die Bagatellen", ein modernes, zeitgenössisches Stück des Komponisten Fritz Dobler, das überraschenden Weiterführungen, gegenläufigen Rhythmen und Melodieverläufen eine spielerische Herausforderung für das Orchester bedeutete und gekonnt intoniert wurde.
Ein Höhepunkt des Abends war das "Konzert in d-Moll" von Alessandro Marcello. Das im venezianischen Stil und ursprünglich für Oboe geschriebene Konzert wurde an diesem Abend vom 1. Orchester und der Violinistin Konstanze Gatz aufgeführt. Sie begeisterte das Publikum mit den Klängen ihrer Violine und ihrer gefühlvollen Interpretation der drei unterschiedlichen Sätze des Konzerts.
Drei romantische Traditionals von Gottfried Hummel hatten die Schüler erarbeitet. Bei den Melodien "Londonderry Air", "Aura Lee" und "Spanische Romanze" überzeugte das Orchester mit seiner modernen, schwungvollen Darbietung.
Das Jugendorchester entführte unter der Leitung von Oleg Grötzinger das Publikum in die Welt des Johann Sebastian Bach. Mit einer Meditation von Charles Gounod über das 1859 komponierte "Ave Maria" und dem "Praeludium und Fuge in g-moll" kamen zwei Klassiker der Kirchenmusik zu Gehör.
Die HVG-Youngsters, eine Gruppe aus fünf jungen Spielern auf der Schwelle zum 1. Orchester, zeigten, dass auch ein "kleiner Kreis" eine Kirche mit gefühlvoller Musik ausfüllen kann. Mit der "Sarabande" von Friedrich Haag und dem "Prélude" aus der Englischen Suite Nr. III von Bach hatten sich die Youngsters anspruchsvolle Literatur ausgewählt. Einen Kontrast zu den bis dahin aufgeführten Werken bildete das Stück "Oblivion" des Argentiniers Astor Piazzolla, das die Violinisin Konstanze Gatz mit dem 1. Orchester spielte. Den Abschluß des Konzerts bildete der "Einzug der Königin von Saba" aus "Salomon" von Georg Friedrich Händel, bei dem das 1. Orchester erneut seine Spielfreude unter Beweis stellte.
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