Verein macht sich um Spielernachwuchs keine Sorgen
"Musik ist Trumpf" hieß das Motto in Großbottwar beim Konzert des Harmonikavereins - Vier Orchester überzeugten in der voll besetzten Stadthalle
Ein viel versprechendes Programm bot der Harmonikaverein Großbottwar beim Weihnachtskonzert in der Stadthalle. "Musik ist Trumpf" hieß es unter der Regie des Orchesterleiters Günther Stoll.
Der HVG-Vorsitzende Siegfried Groß sprach bei seiner Begrüßungsrede von erfolgreicher Ausbildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Jüngstes Projekt sei eine "Akkordeon AG" an der Grund- und Hauptschule Großbottwar mit 12 Teilnehmern. Orchesterleiter Stoll moderierte am Abend unterhaltsam und schlagfertig, warb für den 270 Mitglieder zählenden HVG um neue Förderer.
Daß der HVG nicht nur in Großbottwar und dem Oberen Bottwartal eine große Vereinsfamilie ist, wie Stoll wußte, sondern daß es auch in den Orchestern so ist, war augenscheinlich. Denn: Alle Leiterinnen und Dirigenten spielen in den Orchestern mit, auch der Vereinsvorsitzende mit Frau Karin und Sohn Michael.
Das Programm eröffneten die HVG-Youngsters. Musikalisch flogen sie aus der spanischen "Sierra Morena" mit Reinhard Meys "Über den Wolken" zu den Marionetten "Puppet on a string" auf die britische Insel. Unbekümmert und voller Stolz präsentierten sich die Anfänger mit Kinderliedern, dazu sangen vier "Hänschen klein" und "Hänsel und Gretel". Das Puplikum sang und summte mit.
Temparamentvoll zeigte das über 20 Mitglieder zählende Schülerorchester unter der Leitung von Karin Groß sein Können. Um Spielernachwuchs braucht man sich beim HVG vorerst keine Sorgen machen. Moderne Harmonikamusik hält auch Jugendliche bei der Stange. Deshalb fehlten beim Jugendorchester unter der Leitung von Oleg Grötzinger auch nicht "Modern Talking-Hits" oder andere poppige Musikstücke. Dieses Jahr war auch wieder das Freizeitorchester zu hören. Es begeisterte mit schönen Melodien von den Harmonikaklassikern Kurt und Helmut Herold.
Den Trumpf in der Harmonikamusik zog dann Günther Stoll mit dem ersten HVG-Orchester, das nach "Eloise" von Paul Ryan mit flotten italienischen Pop-Hits der 60er Jahre zu hören war. Nach "Gilbert O'Sullivan in Concert" trumpfte Stoll mit der "Bohemian Rhapsody" von Freddy Mercury mächtig auf - alle Register ziehend, mit Keyboard und E-Gitarre hinterlegt, auch der Schlagzeuger heizte mit seinem Solo dem Puplikum ein. Am Ende gab es brausenden Beifall mit Pfiffen und Rufen, dem dann noch das rasante "Take Five" folgte, das als Zugabe wiederholt werden mußte.
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