Akkordeonmusik im voll besetzten Bürgerhaus

Harmonika-Verein Großbottwar-Oberstenfeld Zum Jahreskonzert ist sogar einer der gespielten Komponisten erschienen.

 

Oberstenfeld Das alljährliche Konzert des Harmonika-Vereins Großbottwar-Oberstenfeld (HVG) hat am Samstag, 27. April, im bis auf den letzten Platz besetzten Bürgerhaus Oberstenfeld stattgefunden. Nach der Begrüßung durch den Ersten Vorsitzenden Wolfgang Matt führte wie immer der musikalische Leiter des HVG, Günther Stoll, in seiner bekanntermaßen unterhaltsamen und informativen Weise durch das anspruchsvolle Konzertprogramm.

 

Den Auftakt machten die „HVG-Youngsters“ – eine Auswahl von 6 Spielern des Jugendorchesters – mit zwei Werken unterschiedlicher Stilrichtungen und Epochen. „Volkstanz Nr. 1 + 2“ von Hans Brehme und „Simple Songs Nr. 1 + 2“ von Hans-Günther Kölz, beides sehr sicher und gekonnt vorgetragen.

Es folgte das Anfänger-Orchester „Tastenbande“ unter Leitung von Susanne Winkler mit dem Stück „Akkordeon-Zwerge“ von Alexander Jekic.

 

Das Schülerorchester, geleitet von Karin Groß, lud nun zum „Kirmes-Bummel“ ein. Mit den 4 Sätzen „Bummel übern Rummel“, „Ketten-Karussell“, „Geisterbahn“ und „Auto-Scooter“ wurden die Erlebnisse auf einer Kirmes vom Komponisten Matthias Hennecke eindrucksvoll und unterhaltsam musikalisch umgesetzt und vom Orchester perfekt gespielt.

 

Das Jugendorchester, unter der bewährten Leitung von Eugen Sokolkov, trug nun die „Micro-Suite Nr. 2“ von Wolfgang Ruß-Plötz präzise und sehr musikalisch gespielt dem Publikum vor.

 

Mit diesem Werk beteiligt sich das Orchester vom 9. bis 12. Mai beim „World Music Festival“ in Innsbruck, dem größten internationalen Akkordeonwettbewerb der Welt mit mehr als 450 teilnehmenden Orchestern und Ensembles. Am 14. April beteiligte sich das Orchester mit diesem Stück bereits beim „Waldbronner Musikpreis“ und erreichte den zweiten Platz in seiner Kategorie „Jugendorchester Mittelstufe“. Mit lang anhaltendem Beifall wünschte das Publikum dem Orchester viel Glück beim Wettbewerb.

 

Es folgte das 28 sehr erfahrene Spieler umfassende Erste Orchester mit seinem Dirigenten Günther Stoll und dem schwungvollen Auftaktstück „Rhapsodia“ von Robert Finn.

 

Einen sehr besonderen Moment durfte das Publikum erleben, denn der Komponist des nächsten Werkes, Adolf Götz, war extra aus dem bayerischen Hersbruck angereist, um der Darbietung seiner „Metropolitan Suite“, einem sehr schwierig zu spielenden Stück, beizuwohnen. Adolf Götz ist der weltweit am meisten gespielte Komponist für Akkordeon-Literatur und dem HVG schon seit Jahren eng und freundschaftlich verbunden.

 

Das Orchester meisterte seine Suite souverän, technisch sicher und einfühlsam und zeigte alle Facetten, die so ein erfahrenes Orchester bieten kann. Lang anhaltender Beifall, auch vom Komponisten, war der Dank des Publikums. Das Orchester endete den gelungenen Konzertabenden mit den mitreißend gespielten „Drei Sinfonische Tänze“ von Aram Chatschaturjan.

 

Bernd Schäfer

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Veröffentlichung

Sa, 27. April 2013

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