Orchester trumpft mit seiner Musik auf

Oberstenfeld Der Harmonikaverein Großbottwar-Oberstenfeld hat am Samstagabend ein Konzert gegeben. Von Werner Fuchs

 

Seit mehr als 20 Jahren begeistert der Harmonikaverein Großbottwar-Oberstenfeld (HVG) mit seinem Unterhaltungsabend unter dem Motto "Musik ist Trumpf" mit seinen vier Orchestern und weiteren Musikergruppen in der Vorweihnachtszeit eine große Zuhörerschaft aus dem ganzen Bottwartal und darüber hinaus. Und seit mehr als 20 Jahren gelingt es dem munter durch das Programm führenden Günther Stoll auch, mit seinem Ersten Orchester immer neue Melodien weltbekannter Kompositionen erklingen zu lassen, welche von einem großen Können der rund 30 Spieler zeugen und vom Publikum stets mit großen Beifall belohnt wurden. So auch jetzt wieder beim Konzert am Samstagabend im voll besetzten Bürgerhaus von Oberstenfeld.

 

Aber es ist nicht allein das erste HVG-Orchester, das großartig aufspielte, auch drei weitere Orchester und die Spielgruppen gefielen den rund 300 Zuhörern.

 

Die sechs "Youngsters" hatten nach Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Wolfgang Matt den Abend musikalisch eröffnet. Bei den drei präsentierten Stücken gefiel auch das von Mitspieler Robin Pantle (Winzerhausen) komponierte Stück "Song für Anna".

 

Die Akteure der "Racker" und der "Tastenbande" - 20 Zehn- bis Zwölfjährigen - bewiesen mit einer Samba- und Popmelodie, dass sie unter ihrer Leiterin Susanne Winkler auf einem guten Weg zum Schülerorchester sind. Letzteres wartete unter Karin Gross beim zweiten Stück "Der neugierige Wattwurm" mit einem besonderen Schmankerl auf: vier gelegentlich im Takt und im Wechsel hinter dem Orchester in Schablonen auftauchenden Würmern.

 

Das Jugendorchester unter der Regie von Eugen Sokolkov war mit einem Medley zündender Glenn Miller-Melodien zu hören. Er überraschte auch mit dem von ihm geleiteten "Freizeitorchester" bei Jacob de Haans "Oregon Fantasy" durch auf Großleinwand geworfene, fantastische Farblichtbilder des US-Bundesstaates und seiner herrlichen Landschaften.

 

Bekannte Melodien waren dann im zweiten Teil des Programms vom ersten HVG-Orchester zu hören, welches mit einer brasilianischen Samba begann und ein flinkes Spiel mit dem "Movie Mix" folgen ließ. Dann gefiel es mit der argentinischen Tangomelodie "Milonga del angel", ebenso wie mit "The Candy Man", aber auch dem schwer zu spielenden "Rocky in Concert", von Hans-Günther Kölz arrangiert. Als ukrainisches Weihnachtslied mit amerikanischen Rhythmen war schließlich "Carol of the Bells" das Schlussstück, dem als Zugabe "Drei Nüsse für Aschenbrödel" folgte, mit den Melodien aus dem zum Kult gewordenen Märchenfilm. Alle Stücke hervorragend aufgespielt und mit Schlagzeug und Keyboard verstärkt. Das Publikum war begeistert, wie lang anhaltender Beifall erkennen ließ.

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Veröffentlichung

Di, 17. Dezember 2013

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