Ein beeindruckendes Zeugnis abgelegt
Großbottwar Der Harmonika-Verein Großbottwar-Oberstenfeld hat in der Martinskirche konzertiert.
Von Helmut Schwarz
Mit anspruchsvoller Musik hat der Harmonika-Verein Großbottwar-Oberstenfeld (HVG) die Ohren der vielen Besucher verwöhnt, die am Samstagabend in der Martinskirche zu Gast waren. Fünf verschiedene Orchester legten dabei mit ihrem abwechslungsreichen Reigen ein beeindruckendes Zeugnis ihres regelmäßigen Schaffens und Übens ab.
Gleich zu Beginn demonstrierten die „Youngsters“ mit einem Bach-Praeludium ihre ausdrucksvolle Spielweise, gefolgt von der Sarabande des für Akkordeonisten bedeutenden Komponisten Friedrich Haag. Dieser hat, wie Günther Stoll erklärte, der in bewährter Weise den Abend moderierte, als erster Original-Literatur für das Handzug-Instrument komponiert. Zwischendurch aber ermöglichte Hausherr und Pfarrer Norbert Braun geistliche Impulse. Er hob dabei die „therapeutische Wirkung von Musik hervor, die „zur Wiederherstellung der Seele dienen könne“.
In der „Tastenbande“ spielen die Jüngsten des HVG, dirigiert von Geburtstagskind Susanne Winkler. Der ambitionierte Nachwuchs zeigte mit Karl Fegers „Suite“ und dem „Good Mood Waltz“ einen souverän gespielten und kontrastreichen Ausschnitt und erhielt dafür viel Applaus. Fünf Sätze mit einer wirkungsvollen Mixtur alter und neuer Musikformen kamen mit dem Schülerorchester und der „Suite Contraire“ zum Einsatz. Der zeitgenössische Akkordeon-Lehrer Hermann Illenberger hat sie speziell für Nachwuchsspieler komponiert und darin zahlreiche Stile zusammengefasst. Einen spannenden Vergleich gab es auch mit dem Jugendorchester unter der Leitung von Eugen Sokolkov. Die jugendlichen Spieler interpretierten zwei musikalisch sehr nah beieinander liegende Stücke, „Praeludium und Fuge in g-Moll“ von Bach und anschließend dasselbe in a-Moll, komponiert von Mátyás Seiber, der das Werk im Stile Dieterich Buxtehudes geschaffen hat.
Als krönender Abschluss zeigte sich das Erste Orchester mit wahrhaft reifer Leistung. Die Musiker präsentierten etwa die mit reicher Zutatenliste versehene „First Suite in Es-Dur“ von Gustav Hoist, die mit ihren drei Sätzen eine üppige und fulminante Klangdimension im Kirchenhaus erzeugte und ein begeistert applaudierendes und beglücktes Publikum zurückließ.
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Konzert in der Kirche (SA, 10. Mai 2014)
Martinskirche Großbottwar
Bilder vom Konzert in der Martinskirche Großbottwar am 10. Mai






















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