Mit Pfiff und großer Musikalität
Akkordeonensembles des HVG überzeugen – Uraufführung von „Adios España“
Oberstenfeld - von Luitgard Schaber
Über eine Rekordbesucherzahl haben sich die Musiker des Harmonika-Vereins Großbottwar-Oberstenfeld bei ihrem Konzert am Samstagabend freuen können. Die Uraufführung einer neuen Komposition von Adolf Götz ließ viele Akkordeonfreunde ins Bürgerhaus strömen.
„Mit so vielen Besuchern haben wir nicht gerechnet“, sagte Günther Stoll, der musikalische Leiter des Harmonika-Vereins (HVG). Mehr als 300 waren in das Oberstenfelder Bürgerhaus gekommen.
Der Ruf, hervorragende Konzerte darzubieten, eilt dem HVG offensichtlich voraus. Und auch dieses Mal bewahrheitete er sich. Das Motto „Musik ist Trumpf“ wurde mit Leben erfüllt. Wieder einmal unterhielten die Musiker mit ihrem Können und einem sehr abwechslungsreichen Programm ihre Zuhörer bestens – die Nachwuchsakkordeonisten ebenso wie die Aktiven des Ersten Orchesters.
Denn die Kooperationen mit den Grundschulen in Großbottwar und Oberstenfeld tragen reichlich Früchte, wie sich beim Auftritt der Racker und der Tastenbande unter der Leitung von Susanne Winkler zeigte. So spielten die Kinder der Tastenbande im Alter von sieben bis neun Jahren ein Stück von Jürgen Schmieder genauso, wie es hieß: mit Pfiff. Gemeinsam mit den noch jüngeren Rackern sorgten sie im Anschluss mit Weihnachtsliedern für adventliche Stimmung.
Bei den Auftritten des Schülerorchesters und des Jugendorchesters dirigiert von Karin Groß beziehungsweise Eugen Sokolkov ließ sich dann der musikalische Werdegang des Vereinsnachwuchses nachvollziehen. Denn dem HVG gelingt es nicht nur, Grundschüler für das Akkordeon zu begeistern, sondern sie auch über die Pubertät hinaus zu halten. „Etwa 40 Prozent bleiben dran“, berichtete Günther Stoll am Rande des Konzerts.
Es war eine Freude, den Jugendlichen zuzuhören und zu erleben, wie sie etwa den Queen-Song „Crazy little thing called love“ (Schülerorchester) oder „Viva la Vida“ von Coldplay (Jugendorchester) darboten.
Bereits der Konzertbeginn mit den Youngsters, einem Ensemble besonders talentierter Jungmusiker war mit dem „Boogie-Woogie-Rock“ von Renato Bui, dem „Berliner Bäckerjungen-Walzer“ von Klaus Hellstern und der „Fiesta do Brasil“ von Ernst-Thilo Kalke äußert schwungvoll. Beschwingt wurden die Besucher dann auch vom Freizeitorchester unter der Leitung von Eugen Sokolkov in die Pause entlassen – mit dem Akkordeonklassiker „Brasilia“ und einem TV-Valse Fernando Fantinis.
Mit Spannung erwarteten die Besucher den zweiten Teil des Konzerts. Das Erste Orchester präsentierte in der Uraufführung „Adios España“, die neueste Komposition von Adolf Götz, den Günther Stoll als „den besten und meist gespielten Akkordeonkomponisten“ bezeichnete. Götz war bei der Premiere dabei. Von Hersbruck in Mittelfranken war der 76-jährige Musiker extra nach Oberstenfeld gekommen.
„Nach einigen längeren Werken wollte ich mal wieder ein Stück schreiben, das den Akkordeonisten gefällt“, sagte er. Das ist ihm offenbar gelungen, wie die Mienen der Orchestermitglieder zeigten, als sie Götz’ spannungsreiche Komposition zum Besten gaben.
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Musik ist Trumpf (SA, 20. Dezember 2014)
im Bürgerhaus in Oberstenfeld
Bilder von Musik ist Trumpf im Bürgerhaus in Oberstenfeld am 20. Dezember






























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