HVG Großbottwar-Oberstenfeld bietet einen anspruchsvollen Konzertabend

„Hoffentlich reichen die Plätze!“ kurz vor Beginn des Konzertes am Abend des 2. Mai, sorgte der große Besucheransturm im Oberstenfelder Bürgerhaus für etwas Nervosität. Kurzerhand wurden weitere Stuhlreihen aufgestellt und so konnte der Vereinsvorsitzende Wolfgang Matt rund 230 Gäste, unter ihnen den Ehrendirigenten Günther Schober, zum diesjährigen Frühjahrskonzert begrüßen.

 

Die Zuhörer erlebten einen musikalisch beeindruckenden Abend, da alle beteiligten Orchester ihr Können auf hohem Niveau präsentierten. Als versierter Moderator fungierte wiederum der musikalische Leiter Günther Stoll.

 

Die musikalische Eröffnung blieb traditionell den Youngsters vorbehalten, die mit der anspruchsvollen Ouvertüre in C-Dur“ von Rudolf Würthner und dem einfühlsam vorgetragen Tango „Melodia an La menor“ von Astor Piazzolla aufhorchen ließen. Die sechs Musiker/-innen aus der Jugend stehen nun direkt vor ihrem Wechsel in das 1. Orchester.

 

Ebenso stimmungsvoll übernahm dann die Tastenbande. Die Dirigentin Susanne Winkler hatte für die jüngsten Nachwuchsspieler/-innen die „Suite elementaire“ von Alexander Jekic ausgewählt, welche gekonnt vorvorgetragen wurde.

 

Einen gelungenen Auftritt hatte auch das Schülerorchester, das unter der Leitung von Karin Groß steht. Der „Kleinen Rhapsodie“ von Helmut Deweil folgte beschwingt der „ Song für Elise“, den Chris Klingler - frei nach Ludwig van Beethoven - fetzig und rockig komponierte. Man merkte den jungen Spieler/-innen an, wie viel Freude ihnen vor allem dieses Stück bereitete.

 

Anschließend nahm das Jugendorchester mit seinem Dirigenten Eugen Sokolkov die Gäste mit in die Welt der Märchen. Die abwechslungsreiche Suite „Marionetten“ des Komponisten Adolf Götz meisterten die Jugendlichen in bester Manier. Das Publikum konnte sich Zauberer, Zwerge, König und Prinzessin fast schon bildlich vorstellen.

 

Nach dem fulminant-majestätischen Auftakt mit Galaxy aus der Feder von Hans-Günther Kölz, fesselte das 1. Orchester unter der Leitung von Günther Stoll die Zuhörer mit Luigi di Ghisallos Fantasie „Tokyo Adventure“. Einen bewussten Kontrapunkt zu den sehr eingängigen Melodien der ersten beiden Stücke, setzte das 3-sätzige preisgekrönte Werk „Clouds“ von Wolfgang Ruß-Plötz. Mit dem erst im vergangenen Jahr erschienenen Stück präsentierte das Orchester ganz andere, modernere und beeindruckende Klänge. Mit der berühmten Ouvertüre aus „Die diebische Elster“ von Gioacchino Antonio Rossini, die abermals die flinken Finger der Akkordeonisten bewundern ließ, verabschiedeten sich die Musiker von ihrem begeisterten Publikum.

 

Die Orchester ließen an diesem Abend wieder einmal die vielseitigen, immer wieder überraschenden Klangfarben und musikalischen Facetten des Akkordeons erleben und bewiesen mit ihren Vorträgen ihr Können. Die Konzertbesucher bedankten sich dafür bei allen Musikern mit lang anhaltendem Beifall.

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Veröffentlichung

Sa, 02. Mai 2015

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