Erstes Orchester beweist Klasse
Beim HVG heißt es wieder „Musik ist Trumpf“ im voll besetzten Bürgerhaus
Oberstenfeld - von Werner Fuchs
Seit fast 20 Jahren heißt es beim HVG Großbottwar-Oberstenfeld „Musik ist Trumpf“: Jetzt boten rund 100 Akkordeonspieler in fünf Orchestern ein großes Unterhaltungskonzert im Bürgerhaus Oberstenfeld. Und wie immer war der große Saal voll von Besuchern, die aus der ganzen Umgebung gekommen waren. Darüber freuten sich der Vereinsvorsitzende Dr. Wolfgang Matt und Günther Stoll, der „Macher“ von „Musik ist Trumpf“ und Dirigent des Ersten Orchesters.
Sehr flott und schwungvoll begann das Jugendorchester unter der Leitung von Eugen Sokolkov, gefolgt von den Buben und Mädchen, als „Racker“ noch Anfänger in der Harmonikamusik und Teilnehmer des Musikunterrichts an der Oberstenfelder Grundschule. Zwar reichten die Füße noch nicht auf den Boden, aber spielen konnten die Zehnjährigen, wie sie mit einer bekannten amerikanischen Melodie bewiesen. Die Spielgruppe „Tastenbande“ war mit der von Bert Kaempfert populär gemachten Melodie „Red Roses for a blue Lady“ und „Let’s Fetz“ in der Tat fetzig anzuhören. Susanne Winkler als Leiterin beider Spielgruppen hatte ihre Zöglinge schon weit vorangebracht. Dafür gab es viel Applaus.
Das Schülerorchester unter der Leitung von Karin Groß intonierte einen Cha-Cha-Cha sehr rhythmisch und schwungvoll, den „Bär“ aus dem Dschungelbuch hatte der ehemalige HVG Jugenddirigent Harald Rausch für das Schülerorchester arrangiert.
Das Freizeitorchester, knapp 20 Spieler im angehenden Rentenalter, war munter mit „The Blues Brothers“ hören. Eugen Sokolkov, ihr Leiter und Dirigent, versteht sich nicht nur mit den Jugendlichen vom Jugendorchester, sondern auch mit den Älteren, die schon jahrzehntelang auf der Harmonika spielen.
Nach einer Pause trumpfte das 1. HVG-Orchester mit seinem Leiter Günther Stoll auf. Alle Musikstücke waren neu einstudiert und wurden von dem über 30 Mitglieder zählenden Harmonikaorchester hervorragend darbot. Teilweise furios, wie bei McCartneys „Live and Let Die“,dann wieder schmeichelhaft wie bei den Filmmelodien aus „Der Postmann“ oder das schwierig zu spielende „Rojo Tango“, das perfekt vorgetragen wurde. Tosenden Beifall gab es zum Schluss bei den Filmmelodien aus „Best of ,Grease‘“.
Erneut hat das Erste Orchester ganz große Klasse bewiesen. Zugaben aus „Grease“ waren mit stürmischem Beifall gefordert und auch gewährt worden. „Am 23. April 2016 können Sie uns wieder im Konzert hören“, verriet Günther Stoll dem beifallklatschenden Publikum.
Begleitet wurden die Orchester von Jörg Cronauer am Piano, Sebastian Brauchle, Andreas Groß und Annegret Groß sowie Jürgen Winkler am Schlagzeug. Ungewöhnlich und selten ist, dass Vereinsvorsitzende zugleich auch aktive Akkordeonisten sind, wie dies beim HVG der Fall ist. Vorsitzender Wolfgang Matt spielt im Ersten Orchester mit, seine Vorgänger im Amt, Siegfried Gross, Herbert Bruker, die jahrelang Vereinsvorsitzende und Orchestermitglieder waren, ebenso Max Müller bei der Gründung des Vereins im Jahre 1931.
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