Die Jugendorchester überzeugen
Konzert der Jugendlichen des Harmonikavereins Großbottwar-Oberstenfeld
Großbottwar - von Werner Fuchs
Erstmals in der über 85-jährigen Geschichte des Harmonikavereins Großbottwar-Oberstenfeld veranstalteten die Jugendlichen des Vereins ein eigenes Konzert, das in Winzerhausen stattfand. Seit 25 Jahren, seitdem Günther Stoll Leiter des 1. HVG-Orchesters ist, finden alljährlich zwei Konzerte des Vereins statt, bei dem die vier Orchester und eine Spielgruppe musizieren. Das Jugendorchester konnte dieses Mal beim Frühjahrskonzert des HVG nicht auftreten, da der zweite Teil von den Ausnahmemusikern Andreas Nebl (Akkordeon) und dessen Bruder Frank Nebl (Klarinette) bestritten wurde. Das Schülerorchester unter der Leitung von Susanne Winkler begann mit einem Musikstück von Alexander Jekic. Im Gegensatz zum Titel „Kleines Durcheinander“ beeindruckten die Zehnjährigen mit quirligem und sicheren Spiel und bekamen dafür reichlich Beifall der zweihundert Zuhörer. Auch mit dem zweiten Musikstück von Oliver Loh „Im alten Schloss“ sowie „Good Mood Waltz“ von Oliver Tomkin zeigte das 16 Mitglieder zählende Schülerorchester, dass es einiges auf dem Kasten hat.
Cathrin Maucher aus Nufringen, eine 15-jährige Schülerin des Akkordeonlehrers Günther Stoll, der auch in Winzerhausen durch das Programm führte, setzte das Programm als Solistin mit drei Stücken fort. Als erstklassige Akkordeonistin war von ihr ein Präludium des Stuttgarter Komponisten Hans Brehme zu hören. Auch das „Roccata“ von Hans-Günther Kölz zeigte eine musikalisch begabte, außergewöhnliche Solistin. Auch beim „Libertango“ von Astor Piazolla bewies Cathrin Maucher außergewöhnliches Können mit dem Akkordeon, als sie den Takt des Stückes neben dem Spielen auf ihr Akkordeon klopfte.
Als weiterer Solist überraschte der 16-jährige Michael Fischer, ein „Eigengewächs“ aus dem HVG-Jugendorchester, der mit „Romance“ von Frank Angelis und mit „Der Winter“ aus „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi zu hören war. Auch er spielte auswendig und begleitete sich selbst mit dem Bassregister.
Unter der Leitung von Oleg Gridnev spielte dann das Jugendorchester des HVG auf und spielte Melodien der beiden Akkordeonkomponisten Hans-Günther Kölz und Hermann Illenberger. Das Orchester mit seinen 15 Mitgliedern gefiel mit seinen wechselvollen und melodischen Melodien.
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