„Musik ist Trumpf“ – gut gelauntes Unterhaltungskonzert des HVG
Es war ein ausgesprochen fröhliches Konzert, welches der HVG am Samstag vor dem dritten Advent im vollbesetzten Bürgerhaus in Oberstenfeld feierte. Das lag zum einen an der überaus abwechslungsreichen Auswahl der Musiktitel, darunter viele bekannte Ohrwürmer. Vor allem aber sorgten die vielen hoch motivierten Akkordeonspielerinnen und Spielern für eine gelöste Stimmung. Die muntere Moderation des musikalischen Leiters Günther Stoll führte dazu, dass es auch zwischen den einzelnen Stücken nie langatmig wurde.
Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Wolfgang Matt wurde der Konzertabend vom Jugendorchester schwungvoll mit „Lisa“ einer Komposition des Jazz Akkordeonisten Frank Marocco eröffnet. Diesen Titel hatte der Dirigent des Jugendorchesters Oleg Gridnev eigens arrangiert. Es folgten mit „I do, I do, I do“ und „Waterloo“ zwei unvergessliche zeitlose ABBA-Songs, die gefühlvoll vorgetragen wurden. Nach diesem gelungenen Auftakt begeisterte der siebzehnjährige Michael Fischer als Solist das Publikum mit einer einfühlsam gespielten Sonatine von Muzio Clementi.
Dann zeigten die Akkordeon-Racker unter der Leitung von Susanne Winkler ihr Können. Die Jungen und Mädchen im Alter zwischen sieben und neun Jahren sind die Jüngsten der HVG-Familie. Für sie war schon die Hauptprobe am Nachmittag sehr aufregend. Eifrig hatten sie für ihren ersten gemeinsamen Auftritt nicht nur die Musikstücke geübt, sondern auch das Ein,- und Ablaufen und das Verbeugen auf der Bühne. Am Abend verhielten sie sich dann fast wie die Profis und ließen „Das muntere Mäuslein“ einen lustigen Walzer tanzen und präsentierten mit „Bajazzo und der Clown“ einen flotten Foxtrott.
Das Schülerorchester, ebenfalls dirigiert von Susanne Winkler, nahm die Zuhörer mit der „Happy Junior’s Apres-Ski-Party“ von Gottfried Hummel auf einen musikalischen Ausflug auf die Piste. Hervorragend spielten sie in vier Sätzen die Kombinationen aus modernen Rhythmen und traditionellen alpenländischen Melodien. Schnell sprang der Funke auf das Publikum über, welches die gute Laune Musik mitsummte und im Takt klatschend begleitete.
Auch beim Vortrag des beliebten Freizeitorchesters juckte es die Besucher in den Beinen, einige hätten an liebsten getanzt. Entspannt und groovie begann die Truppe um Oleg Gridnev mit den gefälligen, lässigen Jazztitel „Lullaby of Birdland“, regte dann luftig leicht mit dem weltberühmten Filmtitel „Sous le ciel de Paris“ zum Träumen an um schließlich mit dem satten „Jailhouse Rock“ so richtig einen „rauszulassen“. Ein fulminanter Abschluss des ersten Teiles der mit lang anhaltendem Beifall belohnt wurde.
Genauso „beswingt“ ging es nach der Pause weiter. Das 1. Orchester unter der Leitung von Günther Stoll interpretierte Benny Goodmans Jazz-Komposition „Don’t be that way“ und Josef Zawinuls „Mercy, mercy, mercy“ auf ausgezeichnete Weise. Ebenso großartig präsentierten die Spielerinnen und Spieler die unvergleichlichen Melodien der „West Side Story“. Joe Cockers wehmütiges „Noubliez Jamais“ bildete einen feinen Kontrast zu den anschließend wieder beschwingten „Greatest Hits“ von Tom Jones. Am Ende nochmals Jazz: „L.O.V.E.“ von Bert Kämpfert.
Unter lang anhaltenden und begeisterten Beifall traten zum Abschluss alle Mitwirkenden an die Bühne und genossen den verdienten Applaus. Das 1. Orchester spielte zum Ausklang das zur Jahreszeit passende „Winter Wonderland“ und wollte sich damit eigentlich von den Zuhörern verabschieden. Doch diese forderten vehement eine weitere Zugabe und so erklang mit „Mercy, mercy, mercy“ nochmals der Hit des Abends.
Musik ist Trumpf! Einmal mehr zeigte der HVG wie populär und mitreißend Akkordeonmusik sein kann.
Weitere Informationen
Veröffentlichung
Weitere Meldungen

Kommt zum Fest am Bach am 4. bis 6. September!
Do, 20. August 2026

Akkordeon-AG in Oberstenfeld
Do, 13. August 2026