Zum ersten Mal auf einer Bühne – und gleich ein Erfolg
Jahreskonzert des Harmonika-Vereins – Das neuformierte Youngsters-Ensemble und die Akkordeon-Racker präsentieren sich in Bestform – Stürmischer Applaus
Oberstenfeld
Rund achtzig Musiker des Harmonika-Vereins haben bei ihrem Jahreskonzert unter dem Motto „Musik ist Trumpf“ moderne Titel und Klassiker präsentiert – und das Publikum war begeistert.
Dieses Jahr hätte auch der Titel „Mundart und Musik“ gepasst. Denn der musikalische Leiter Günther Stoll schwätzte während seiner Moderation im vollbesetzten Bürgerhaus immer wieder breites Schwäbisch.
Den Anfang im Programm machte das neu formiert Youngsters-Ensemble. Die fünf musikbegeisterten Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 18 Jahren sind alle Mitglieder des Jugendorchesters und bilden erst seit diesem Sommer die Youngsters. Sie sind über das normale Maß hinaus bereit zu üben und Musikstücke zu erarbeiten. Für den ersten öffentlichen Auftritt hatten sich die Nachwuchstalente drei abwechslungsreiche Titel ausgesucht: Lateinamerikanische Rhythmen mit „Bongos und Maracas“, die berühmte Melodie „Moon River“ aus dem Film „Frühstück bei Tiffany“ sowie „Libertango“ von Astor Piazolla, dem Meister des argentinischen Tangos. Mit ihrem gefühlvollen und dynamisch differenzierten Spiel begeisterten die Youngsters die Zuhörer. Beeindruckt haben auch die jüngsten Musiker des Abends, die Akkordeon-Racker, die zum ersten Mal auf der HVG-Bühne saßen. Die Kinder haben in diesem Jahr an der Kooperation des Harmonika-Vereins mit den Grundschulen in Großbottwar, Oberstenfeld und Kleinbottwar teilgenommen. Ihre beiden Stücke trugen sie gekonnt vor. Die Jungen und Mädchen des Schülerorchesters spielten eine muntere „Pop-Collection“ und unternahmen eine amüsant-rasante „Tour de Rock“. Racker und Schüler strahlten während des großen Beifalls ebenso stolz wie ihre Dirigentin Susanne Winkler.
Im fliegenden Wechsel nahmen die beiden von Oleg Gridnev geleiteten Orchester auf der Bühne Platz. Zunächst bewies das Jugendorchester seine Qualität. „Quit playing games“ der Backstreet Boys und „Hey Brother“ von Avicii lauteten die Titel. Im Anschluss gelang mit der Melodie „What a wonderful world“ und bekannten Titeln von Ray Charles dem Freizeitorchester ein schwungvoller Auftritt. Mit „Don’t worry, be happy“ eröffnete Günther Stoll mit dem Ersten Orchester den zweiten Teil des Abends. Zu Ehren des Komponisten Ennio Morricone erklang ein Medley berühmter Westernmelodien wie „Spiel mir das Lied vom Tod“.
Bei „For once in my life“ ließen die Akkordeonisten ihre Finger zu südamerikanischen Rhythmen über die Tasten tanzen, um im Anschluss lässig jazzig den Ohrwurm „Spinning wheel“ von David Clayton-Thomas vorzutragen. Hervorragend präsentiert wurde ein Medley aus Frank-Sinatra-Titeln. Ganz ruhig wurde es im Saal bei der Ballade „Don’t know much“ von Barry Mann. Temperamentvoll endete das Programm mit einem „Best-of“ des Electric Light Orchestra, vom Ersten Orchester mitreißend vorgetragen. Nach stürmischem Applaus ließ das Erste Orchester mit der Titelmelodie aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ den Abend ausklingen. (red)
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