"Für Sorgen sorgt das liebe Leben. Und Sorgenbrecher sind die Reben." (Goethe)
Virtuelle Weinprobe beim HVG
Orchesterproben - nicht erlaubt. Musikalische Veranstaltungen - nicht erlaubt.
Wie kann man als musiktreibender Verein während des Lockdowns trotzdem Gemeinschaft erleben?
Der HVG-Nachwuchs hatte sich in den vergangen Wochen zu Online-Spielen verabredet (wir berichteten) und plant eine Fahrradtour im Juli. Für die Spieler*innen des Freizeitorchesters und des Ersten Orchesters sowie die Mitglieder des Vereinsvorstandes hatte der Vorstand nun eine Online-Weinprobe gebucht.
Man hatte sich dafür entschieden, einmal über den Bottwartaler Weinglasrand hinauszuschauen und wählte ein Angebot der der staatlichen Weinbaudomäne Oppenheim aus Rheinland-Pfalz. Und so traf man sich am 12. Mai - jeder zu Hause und doch alle beieinander (der Termin am Abend vor Christi Himmelfahrt war sorgsam ausgesucht, so musste keiner am nächsten Tag zur Arbeit).
Das für die Probe benötigte Weinpacket erhielten alle im Vorfeld per Post, nebst einigen Rezeptvorschlägen für begleitende Speisen. Diese wurden motiviert aufgegriffen und so standen allerlei leckere Häppchen auf den Tischen. Somit bestens vorbereitet genossen alle die kurzweilige und fachlich sehr kompetent geführte Weinprobe. Norbert Breier und seine Kollegin Kathrin Saaler gingen dabei auf die Besonderheiten jedes einzelnen Weines ein. Sie haben so selbst den Unwissenderen aus der Gruppe die Fakten und den Genuss sehr gut nahe gebracht!
Im Anschluss an die offizielle Veranstaltung wechselten die HVG-ler den virtuellen Raum, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Hierzu schalteten sich auch noch weitere Orchestermitglieder (die Biertrinker) hinzu, die an der Weinprobe nicht teilgenommen hatten.
Zunächst wurde noch etwas "fachgesimpelt" - über Chardonnay und Riesling, über die Karamell- und die Pflaumennote. Bald flossen mehr und mehr auch andere Themen in das Gespräch ein und zu späterer Stunde war beim virtuellen Zeichen- und Ratespiel alla "Montagsmaler" noch die Kreativität gefordert.
Am Ende waren sich alle einig: Ein rundum gelungener Abend, eine sehr interessante Weinprobe, durchaus leckere Tropfen. (". aber die Bottwartaler Weine bleiben für uns unschlagbar!") und am aller besten war die Gemeinschaft!
Nun hoffen wir sehr, dass wir bald wieder "in Präsenz" beisammen sein können - nicht (unbedingt) mit Wein (oder Bier), sondern mit unseren Instrumenten. Wir wollen in den Probebetrieb einsteigen und ein Konzert vorbereiten, damit wir unser Publikum wieder musikalisch erfreuen können.
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